Aktualisiert 05.04.2007 18:12

Hohe Strafen im grössten Drogenprozess der Schweiz

In seinem bisher grössten Drogenprozess hat das Bundesstrafgericht vier Mazedonier zu Freiheitsstrafen zwischen 5 Jahren und 7 Jahren und 3 Monaten verurteilt. Die Männer wollten 42,9 Kilo Heroin in die Schweiz schmuggeln.

Die Drogen waren am 29. April 2004 am deutsch-österreichischen Grenzübergang Walserberg entdeckt worden. Die Drogen, die für den Schweizer Markt bestimmt waren, hätten der Bande im besten Fall einen Gewinn von über sechs Millionen Franken beschert.

Die zwischen 29 und 44 Jahre alten Täter hatten zwecks Tarnung des Drogenhandels eine Firma gegründet. Die Bande habe einen eindrücklichen Organisationsgrad aufgewiesen, sagte Bundesstrafrichter Walter Wüthrich am Donnerstag bei der Urteilsverkündung.

Anklage hatte für höhere Strafen plädiert

Die Zuchthausstrafen, welche die Drogenhändler im Kanton Aargau antreten müssen, liegen deutlich unter dem Antrag der Anklage. Die Bundesanwaltschaft hatte für Freiheitsstrafen zwischen 8 und 11,5 Jahren plädiert. Bundesanwalt Adriano Robbi wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Urteil äussern.

Das letzte Wort in diesem Fall ist aber noch nicht gesprochen. Bisher wurden erst vier der ursprünglich sechs Angeklagten verurteilt. Gegen die beiden anderen mutmasslichen Bandenmitglieder läuft noch ein separates Verfahren. Einer von ihnen fehlte bei Prozessbeginn unentschuldigt. (sda)

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