Hohe Transfett-Werte in Gebäck
Aktualisiert

Hohe Transfett-Werte in Gebäck

Nussgipfel, Glace oder Kekse können gefährlich sein: Eine Studie hat darin hohe Anteile der schädlichen Transfette gefunden. Die Grossverteiler wollen rasch reagieren.

Bereits bei geringer Einnahme von Transfetten steigt das Risiko von Herzkreislaufkrankheiten wie Herzinfarkt deutlich. Bei Blätterteiggebäck oder Cremeschnitten haben Forscher 8,47% der verwendeten Fette als Transfette erkannt. Der Spitzenwert betrug sogar 20%. Höhere Spitzenwerte hatten nur vereinzelte Kekse mit über 24% und Eiscreme mit über 25%. «Das Perfide ist, dass es in jeder Gruppe auch unbedenkliche Konzentrationen gab», so Forscher Martin Scheeder. Das heisst, die Konsumenten wissen nie, ob es sich um unbedenkliche oder ungesunde Ware handelt.

Scheeder und sein Kollege Paolo Colombani fordern u.a. eine Deklarationspflicht, das Bundesamt für Gesundheit drängt auf rasche Reduktion der Transfette. Bis Ende Februar müssen Lebensmittelindustrie und Gastronomie über geplante Massnahmen informieren.

Migros und Coop haben bereits reagiert: Sie wollen laut «10 vor 10» den Anteil an den gesundheitsschädlichen Fetten in ihren Produkten schon in diesem Jahr reduzieren.

Christian Degen

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