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Todesfall«Hohepriester des Afro Dance»: Bob Curtis tot

Der amerikanische Tänzer, Choreograph, Pädagoge und Maler Bob Curtis ist am Mittwoch im Alter von 84 Jahren in Wien gestorben.

Er hatte seit den 1990er Jahren in Österreich gelebt und gearbeitet.

Der Sohn eines Sklaven wurde am 1. September 1925 im US-Staat Mississippi geboren - zu einer Zeit, als man sich Schwarze im Klassischen Tanz schwer vorstellen konnte.

Trotzdem begann Curtis 1946, parallel zu einem Malerei-Studium, eine Ausbildung an der San Francisco Ballet School. Weitere Stationen seiner Lehrzeit waren die American Ballet School von George Balanchine in New York, Martha Grahams Metropolitan Ballet School und die Primitive Ethnic Dancing School.

1949 bis 1952 begab er sich mit Katherine Dunhams «Experimental Group» auf die Spuren der Voodoo-Rituale in Kuba und Haiti. Nach Produktionen unter anderem am Broadway zog er nach Italien, wo er die erste zeitgenössische Compagnie gründete.

1977 folgte die Gründung der «Compagnia Afro Danza» - später Afro Contemporary Dance Company - die weltweit Masstäbe setzte.

(sda)

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