Aktualisiert 02.01.2012 20:26

Korruptionssumpf

Hoher Beamter muss zurücktreten

Griechenlands oberster Steuerbeamter ist wegen mutmasslicher Verfehlungen im Amt ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Wegen der Vorwürfe trat der Beschuldigte von seinem Amt zurück.

Griechenlands oberster Steuerbeamter, Jiannis Kapeleris, wird vorgeworfen, in seiner Zeit als Leiter einer Abteilung zur Bekämpfung von Schmuggel nicht hinreichend gegen mutmassliche Treibstoff-Schmuggler vorgegangen zu sein, wie die halbstaatliche Nachrichtenagentur Athens News Agency am Montag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete.

Dem griechischen Staat sollen dadurch Strafzahlungen in Höhe von mindestens 15 Millionen Euro entgangen sein, hiess es zur Begründung der Ermittlungen. Das hochverschuldete Griechenland hat zuletzt seine Bemühungen verstärkt, gegen Steuerhinterziehung vorzugehen.

Weitere Rücktritte

Erst vor wenigen Tagen waren zwei Staatsanwälte zurückgetreten, die den Benzin-Schmuggel-Fall untersuchten. Sie beklagten eine politische Einmischung in ihre Arbeit bei der Bekämpfung der Finanzkriminalität, ohne aber genaue Angaben zu den Vorwürfen zu machen.

Finanzminister Evangelos Venizelos warf ihnen daraufhin vor, dem Ansehen der Justiz zu schaden. Später zogen die Staatsanwälte ihre Rücktritte zurück. (sda)

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