Ölkrise: Hoher Benzinpreis bremst Occasionshandel

Aktualisiert

ÖlkriseHoher Benzinpreis bremst Occasionshandel

Die rekordhohen Benzinpreise bremsen den Handel mit Occasionautos in der Schweiz: Von Januar bis Juni wechselten 277 550 gebrauchte Pesonenwagen den Besitzer. Das sind gut 2 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode.

Im zweiten Quartal betrug der Rückgang gar 4 Prozent, wie die Fahrzeugdatenspezialisten von Auto-i-DAT am Montag mitteilten. Die steigenden Preise an den Zapfsäulen haben die Käufer von Gebrauchtwagen offenbar zum Umdenken gebracht: Sie liessen die grossvolumigen Wagen und zunehmend auch Autos mit Dieselmotor beim Händler stehen.

Das liess besonders bei diesen Fahrzeugtypen, also Limousinen und die unter ökologischen Aspekten zunehmend verpönten Offroader, die Preise sinken. Auto-i-DAT rät daher allen «Freaks», jetzt zu kaufen, da die Preise im Herbst wieder steigen könnten.

Nach Automarken aufgeschlüsselt ging vor allem der Handel mit Autos von VW (-5,97 Prozent auf 35 584 Fahrzeuge) und Opel (-9,72 Prozent auf 26 970) stark zurück. Bei Ford (14 694 Fahrzeuge) lag das Minus bei 5,59 Prozent, bei Mercedes-Benz (13 796) 0,96 Prozent und bei Toyota (13 218) mangels Occasionen sogar 6,09 Prozent,

Etwas moderater war der Rückgang der Handänderungen bei Renault (-1,48 Prozent auf 17 994) und Audi (-1,55 Prozent auf 15 605).

Peugeot (15 394) verkaufte sogar 1,64 Prozent und BMW (15 421) 2,95 Prozent mehr Gebrauchtwagen. Auch die vom Cinquecento-Syndrom beflügelte Fiat (13 016) konnte 2,01 Prozent mehr Handänderungen registrieren.

(sda)

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