Hoher Blutzoll auf den Schweizer Strassen
Aktualisiert

Hoher Blutzoll auf den Schweizer Strassen

In der Schweiz hat die Zahl der Strassenverkehrsopfer 2003 deutlich zugenommen. 549 Personen verloren ihr Leben im Strassenverkehr, 36 mehr als 2002.

Gründe für den Anstieg seien nicht ersichtlich, schreibt die bfu. Die positive Tendenz der beiden Vorjahre sei damit unterbrochen worden, heisst es in einem Communiqué der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) vom Dienstag. 2002 waren 513 Verkehrstote gezählt worden. Diese Zahl entsprach dem tiefsten Wert seit 1946.

Von 96 auf 87 gesunken ist die Zahl der auf Strassen getöteten Fussgänger. Auf Zebrastreifen verunfallten 2003 27 Menschen tödlich. Das waren 8 weniger als im Vorjahr.

Ob die höhere Zahl der Verkehrsopfer von 2004 eine Trendwende bedeute, lasse sich noch nicht sagen, hiess es in der Mitteilung. Mögliche Hypothesen, etwa dass wegen des schönen Wetters mehr gefahren worden sei, Fahrzeuglenker sich aggressiver verhielten oder sich weniger gut schützten, würden untersucht.

Die bfu fordert, Vorschriften strenger durchzusetzen, etwa mit mehr Tempokontrollen. Bereits beschlossene Neuerungen wie die 0,5- Promille-Grenze und der Führerausweis auf Probe müssten ab 2005 umgesetzt werden. Nur unter dieser Voraussetzung sei es möglich, bis 2010 die Zahl der Verkehrstoten zu halbieren.

Zwischen 1998 und 2000 stagnierte die Zahl der Verkehrstoten bei knapp 600. 2001 und 2002 wurden Rückgänge um 6 respektive 8 Prozent verzeichnet. Der Höchststand war 1971 mit 1773 Verkehrstoten registriert worden.

(sda)

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