Hoher Ölpreis dämpft Wirtschaftswachstum nur vorübergehend

Aktualisiert

Hoher Ölpreis dämpft Wirtschaftswachstum nur vorübergehend

Die hohen Ölpreise bremsen die Weltwirtschaft laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nur vorübergehend.

Ab dem Jahr 2006 rechnet die OECD mit einem kräftigen wirtschaftlichen Aufschwung.

Für 2005 geht die OECD in ihrem am Dienstag in Paris vorgelegten Herbstausblick von einem etwas geringeren Wachstum aus als bis anhin geschätzt. So wird sich das Wachstum der Weltwirtschaft 2005 von 3,6 auf 2,9 Prozent verlangsamen und erst 2006 wieder auf 3,1 Prozent beschleunigen.

Für die Schweiz rechnet die OECD 2005 mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukt (BIP) von knapp 2 Prozent. Im Mai hatte die OECD noch ein Wachstum von 2,3 Prozent prognostiziert.

Deutschland muss trotz seines Exportbooms auch im kommenden Jahr mit mehr Arbeitslosen rechnen. Einen kräftigen Schub des BIP mit 2,25 Prozent Wachstum, spürbar sinkender Arbeitslosigkeit und einem Staatsdefizit unter 3 Prozent werde es erst 2006 geben.

In den Staaten der Euro-Zone erwarten die OECD-Experten einen Anstieg des BIP von 1,8 Prozent in diesem Jahr, 1,9 Prozent 2005 und 2,5 Prozent 2006. Die BIP-Schätzungen betragen im selben Zeitraum für die USA 4,4 Prozent, dann 3,3 Prozent und schliesslich 3,6 Prozent. Für Japan werden 4 Prozent, im kommenden Jahr 2,1 Prozent und 2006 dann 2,3 Prozent erwartet. (sda)

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