Holcim baut auf
Aktualisiert

Holcim baut auf

Dem Zementkonzern Holcim ist der Start ins neue Geschäftsjahr mit einer markanten Quartalsgewinnsteigerung auf 57 Millionen Franken gelungen.

Holcim konnte dank weltweiter Präsenz die lokalen Nachfragebelebungen ausnützen. Zwei Drittel seines Geschäfts macht der Konzern in Schwellenländern.

«Wir sind sehr zufrieden mit dem ersten Quartal», sagte Konzernchef Markus Akermann am Donnerstag an einer Telefonkonferenz. Das Zwischenresultat zeigt einen Konzerngewinn von 57 Millionen Franken, der im Vergleich zum Vorjahr fast versechsfacht wurde. Im Vorjahr hatte ein Abschreiber von 19 Millionen Franken auf der Swiss-Beteiligung den Gewinn geschmälert.

Der Umsatz stieg trotz der ungünstigen Entwicklung des Dollars um 11,9 Prozent auf 2,76 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn wuchs um 30,7 Prozent auf 375 Millionen Franken. Wo immer sich eine Belebung der Baustoffnachfrage spürbar gemacht habe, seien die Chancen konsequent genutzt worden, hiess es. Die Betriebsgewinnmarge verbesserte sich um ein knappes Prozent auf 25,1 Prozent, was der Konzern auch auf die Programme zur Effizienzsteigerung und Kostenkontrolle zurückführt. Laut Konzernchef Akermann ist das Gesamtergebnis aber auch saisonalen Schwankungen unterworfen: In den USA beispielsweise dämpfen die Witterungsverhältnisse das Baugeschäft zu Jahresbeginn, sodass Holcim in dieser Region im ersten Quartal gewöhnlich einen Verlust erleidet; 25 Millionen Franken waren es in dieser Berichtsperiode.

Das Konzernziel einer Betriebsgewinnmarge von 30 Prozent sei deshalb realistisch, sagte Ackermann. Am bereits formulierten Ziel eines internen Wachstums von acht Prozent werde festgehalten. Die Entwicklungen in den einzelnen Regionen unterstützen den Optimismus. In Europa stiegen die Zementverkäufe, in Nordamerika wurde das Niveau mindestens gehalten, in Südamerika entwickelt sich die Baukonjunktur mehrheitlich positiv und in Afrika und im Nahen Osten wurden laut Holcim markante Verkaufssteigerungen erzielt. Erfreulich sei auch die Baukonjunktur in Asien.

Holcim, hinter dem französischen Lafarge-Konzern die weltweite Nummer zwei der Baustoffbranche, ist schwergewichtig in Schwellenländern tätig, 60 Prozent der Konzernkapazitäten stecken in aufstrebenden Märkten. Überdurchschnittliche Wachstumsraten der Volkswirtschaften sowie eine Bevölkerung mit tiefem Durchschnittsalter versprechen grosse Investitionen in Bauvorhaben, erklärt Akermann die starke Stellung des Konzerns in diesen Märkten.

An der Börse lag die Holcim-Namenaktie am Mittag bei 65,05 Franken, 1,3 Prozent höher als am Vorabend. Analysten hatten den Konzerngewinn zwar auf dieser Höhe erwartet, zeigten sich aber angetan von Umsatzentwicklung und operativer Steigerung. (dapd)

Deine Meinung