Aktualisiert 14.02.2015 13:14

Nicht wie in Sotschi

Holdener und Gisin wollen es besser machen

Wendy Holdener und Michelle Gisin wollen im WM-Slalom angreifen und das Scheitern von Sotschi vergessen machen.

von
Adrian Hunziker, Beaver Creek

Wendy Holdener will im Slalom um eine Medaille mitreden. (Quelle: 20 Minuten)

Im letzten WM-Rennen der Frauen sollen es Wendy Holdener, Michelle Gisin und Charlotte Chable für die Schweiz richten. Am ehesten darf man Holdener im Slalom eine Medaille zutrauen. Die Schwyzerin hat sich in den letzten Jahren an die Weltspitze herangefahren - zumindest in ihrem Spezialbereich Slalom. Zuletzt fuhr sie im vergangenen Dezember in Kühtai als Dritte aufs Podest, zum zweiten Mal in ihrer Weltcup-Karriere nach einem zweiten Rang in Ofterschwang im März 2013. Die 21-Jährige weiss aber auch, dass viele Athletinnen im WM-Slalom den Sprung aufs Treppchen schaffen können. «Ich finde es cool, dass ich auch zu diesen gehöre. Ich werde alles probieren.»

Holdener fühlt sich nun an der WM viel wohler als noch vor einem Jahr an den Olympischen Spielen in Sotschi, an ihrem letzten Grossanlass. 2014 sei sie falsch an den Event herangegangen. «Ich erlegte mir zu viel Druck auf, das will ich dieses Mal anders machen.» Denn wenn sie sich selber nicht zu viel Druck mache, fahre sie besser.

Auch Gisin ist nun relaxter

Wie Holdener, die in Sotschi sowohl im Slalom wie auch im Riesen ausschied, will auch Michelle Gisin, die jüngere der Gisin-Schwestern, in Beaver Creek besser abschneiden als in Sotschi. Dort wurde die 21-Jährige im Slalom nur 28. «Ich bin jetzt viel ruhiger und relaxter. Die ersten Olympischen Spiele waren halt schon eine unglaubliche Erfahrung.»

Da sie bereits ein Rennen hat fahren können - im Mannschaftswettbewerb reichte es dem Schweizer Team aber nur zu Leder (4. Platz) -, sei sie nun um einiges weniger nervös. Sie gebe Vollgas, mehr sei nicht möglich. «Wenn ich alles aus mir rausholen kann, kann es sehr weit nach vorne reichen.»

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