Aktualisiert 06.04.2015 12:59

Mali

Holländische Geisel nach über drei Jahren befreit

Französischen Spezialkräften gelang es, einen Niederländer aus den Händen der Al-Kaida zu befreien. Dem 54-Jährigen gehe es den Umständen entsprechend gut.

von
kmo

Dreieinhalb Jahre nach seiner Entführung in der malischen Stadt Timbuktu ist ein Niederländer befreit worden. Ein Sondereinsatzkommando der französischen Streitkräfte habe Sjaak Rijke am frühen Montagmorgen in Mali aus der Hand von Extremisten gerettet und in den Stützpunkt Tassalit ausgeflogen, teilte das französische Militär mit. Mehrere Kämpfer seien gefangen genommen worden.

Der Lokomotivführer hatte in Timbuktu Ferien gemacht, als er Ende November 2011 von Extremisten der Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb verschleppt wurde. Seine Frau hatte sich der Entführung entziehen können. Seit Sommer 2012 waren mehrere Videos publiziert worden, auf denen die drei Geiseln zu sehen waren.

So schnell wie möglich nach Hause

Rijke gehe es den Umständen entsprechend gut, sagte der niederländische Aussenminister Bert Koenders laut der Newssite Nu.nl. Der 54-Jährige werde so schnell wie möglich zu seiner Familie geflogen.

Wenige Monate nach Rijkes Entführung kam es zum Putsch gegen den demokratisch gewählten Staatschef Amadou Toumani Touré. Tuareg-Rebellen und später radikale Islamisten nutzten das Machtvakuum, um im Norden Malis die Kontrolle zu übernehmen. Das französische Militär griff schliesslich ein, um die Extremisten zu vertreiben. Rund 3000 französische Soldaten sind nach wie vor Teil der internationalen Militärmission, die Mali stabilisieren soll. (kmo/sda)

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