Halbfinal: Holland: Friede, Freude, Eierkuchen
Aktualisiert

HalbfinalHolland: Friede, Freude, Eierkuchen

Früher waren sie oft zerstritten, heute haben sie sich alle lieb. In Hollands Team herrscht Harmonie. Nicht nur zwischen Bert van Marwijk und seinem Schwiegersohn Mark van Bommel.

von
Peter Berger
Vereint und erfolgreich: Mark van Bommel (M.) jubelt mit Schwiegervater Bert van Marwijk (r.) und Mitspieler Dirk Kuyt. (Bild: Imago)

Vereint und erfolgreich: Mark van Bommel (M.) jubelt mit Schwiegervater Bert van Marwijk (r.) und Mitspieler Dirk Kuyt. (Bild: Imago)

Familienbande sind in der Elftal nichts Neues. Bei früheren WM-Turnieren waren es die Brüderpaare René und Willy van de Kerkhof (1974/1978) sowie Ronald und Erwin Koeman (1990). Jetzt sind es Schwiegervater Bert van Marwijk als Trainer und Schwiegersohn Mark van Bommel als sein verlängerter Arm auf dem Platz.

Nachdem Van Marwijk die Elftal 2008 von Marco van Basten übernommen hatte, bestand seine erste Amtshandlung darin, den Mann seiner Tochter zurückzuholen – gegen internen Widerstand. «Bei allem Respekt vor Mark van Bommel. Aber er war lange nicht dabei, und die Mannschaft steht», hatte Regisseur Wesley Sneijder gewarnt.

Doch Van Marwijk liess sich nicht beirren. «Er ist ein Typ, der immer gewinnen will und dafür alles tut», sagte der Bondscoach über seinen Schwiegersohn. Er hatte den manchmal rüpelhaft spielenden Van Bommel schon 1998 bei Fortuna Sittard trainiert. Dort lernte der Abräumer auch Van Marvijks Tochter Andra kennen, mit der er mittler­weile zwei Söhne (Thomas, Ruben) und eine Tochter (Renee) hat.

Nun hat sich die Harmonie der Familienbande längst auf das ganze Team übertragen. «Wir unterstützen uns alle, gehen durch dick und dünn. Das ist die Stärke dieser Mannschaft», erklärte Stürmer Dirk Kuyt. Mitentscheidend dazu beigetragen hat auch der Erfolg. Unter Van Marwijk sind die Oranjes seit 24 Spielen ungeschlagen. Erfolg und Harmonie sollen bei den früher oft zerstrittenen Holländern auch heute Abend gegen Uruguay weiter anhalten. (Peter Berger/20 Minuten)

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