Aktualisiert 15.01.2015 10:16

Flugzeugträger

Hollandes Antwort an die Adresse des IS

Kampfansage an die IS-Terrormiliz: Frankreich schickt seinen Flugzeugträger «Charles de Gaulle» in den Persischen Golf. Dort soll er gegen die Dschihadisten eingesetzt werden.

von
gux
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Hollande bei seinem Besuch auf Frankreichs einzigem Flugzeugträger. Das atomgetriebene Kriegsschiff ...

Hollande bei seinem Besuch auf Frankreichs einzigem Flugzeugträger. Das atomgetriebene Kriegsschiff ...

AFP/Anne-christine Poujoulat
... kann mehrere Wochen autonom agieren und ist in der Regel mit zwei Dutzend Flugzeugen bestückt.

... kann mehrere Wochen autonom agieren und ist in der Regel mit zwei Dutzend Flugzeugen bestückt.

AFP/Anne-christine Poujoulat
Mit der Entsendung des Flugzeugträgers wird Frankreich in der Anti-IS-Koalition von 60 Staaten zum wichtigsten Partner der USA.

Mit der Entsendung des Flugzeugträgers wird Frankreich in der Anti-IS-Koalition von 60 Staaten zum wichtigsten Partner der USA.

Keystone/AP/Anne Christine Poujoulat

Einige Tage nach den blutigen Terroranschlägen von Paris hat Frankreichs Präsident François Hollande den Flugzeugträger «Charles de Gaulle» besucht, Frankreichs einzigen Flugzeugträger.

Mit dem Besuch entsendet Holland das Kriegsschiff für den Kampf gegen die Terrormiliz IS im Irak und Syrien in den Nahen Osten: Es könne sich an dem von den USA angeführten Einsatz gegen die Terror-Miliz «Islamischer Staat» (IS) beteiligen, wenn das nötig sei, so Hollande in einer Rede vor den Streitkräften.

Das Schiff legte im Hafen von Toulon ab und wird auf seiner Fahrt in den Indischen Ozean auch den Persichen Golf passieren. Der Flugzeugträger gebe Frankreich «alle Mittel», um auf eine mögliche «Zunahme der Spannungen» zu reagieren, sagte Hollande.

Die Lage «rechtfertigt die Anwesenheit unseres Flugzeugträgers», sagte er eine Woche nach Beginn der Serie von Terrorüberfällen in Paris mit 20 Toten.

Hollande bedauert verpassten Militäreinsatz in Syrien

Ebenfalls am Mittwoch gab sich die Terrorgruppe Al Kaida im Jemen als Drahtzieher derAngriffe zu erkennen. Frankreich beteiligt sich bereits an den Luftangriffen der US-geführten Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat im Irak.

Hollande sagte, er «bedauere, dass sich die internationale Staatengemeinschaft im Spätsommer 2013 nicht zu einem Militäreinsatz in Syrien entschlossen habe». Es sei damals darum gegangen, «die Massaker in Syrien zu stoppen und die Extremisten daran zu hindern, weiter an Boden zu gewinnen», sagte der Präsident. «Frankreich war bereit, die Befehle waren erteilt, die Vorbereitungen getroffen. Es wurde ein anderer Weg bevorzugt. Wir sehen die Folgen.»

Mit der Entsendung des Flugzeugträgers wird Frankreich in der Anti-IS-Koalition von 60 Staaten zum wichtigsten Partner der USA.

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