Vorerst kein Dreh in der Schweiz: Hollywood: Finanzkrise schiesst Tell-Film ab
Aktualisiert

Vorerst kein Dreh in der SchweizHollywood: Finanzkrise schiesst Tell-Film ab

Der stürmische Wind an den Börsen hat die von Hollywood geplante Verfilmung des Willhelm-Tell-Stoffes erfasst. Das Projekt wurde wegen der Finanzkrise aufs Eis gelegt.

Die Dreharbeiten hätten im März 2009 in der Zentralschweiz beginnen sollen, die Premiere war für 2010 vorgesehen. Im Moment sei der Film nicht finanziert, bestätigte Urban Frye, Direktor der Rose d'Or, am Freitag einen Bericht des «Boten der Urschweiz».

Das Projekt von Hollywood-Produzent Fred Caruso (»Blue Velvet», «The Rat Pack», The Godfather») und D. Constantine Conte (»Born Yesterday») war im Mai am Rose-d'Or-Festival in Luzern vorgestellt worden. Als Regisseur für «The Adventures of William Tell» konnte Ian Quinn gewonnen werden. Die Rolle von Tells Ehefrau wurde mit der Enkelin von Charlie Chaplin, Kiera Chaplin, besetzt.

Frye sagte, das Projekt sei nicht gestorben, sondern befinde sich in der «Warteschlaufe». Filme seien ein Hochrisiko-Investment. So lange die Finanzkrise anhalte, werde wohl nichts gehen. Die Absicht, den Film zu drehen, bestehe aber weiter. Die Idee für die Verfilmung der Geschichte des Schweizer Nationalhelden entstand bei einer Begegnung von Frye mit Caruso in Los Angeles an einem Anlass im Schweizer Konsulat. Rose d'Or will sich als Plattform der TV- und Film-Industrie weiter für Tell einsetzen.

(sda)

Deine Meinung