Matthias Schoenaerts: Hollywood ist heiss auf diesen Belgier
Aktualisiert

Matthias SchoenaertsHollywood ist heiss auf diesen Belgier

Matthias Schoenaerts schaffte den Sprung vom Independent-Kino in die Traumfabrik. Was den Schauspieler und Frauenschwarm so begehrenswert macht.

von
Catharina Steiner

Hollywood reisst sich seit einiger Zeit um Europärer wie Daniel Brühl, Omar Sy und Alicia Vikander. Und nun auch Matthias Schoenaerts. Der 38-Jährige Antwerpener arbeitet nonstop an der internationalen Karriere, gerade ist er neben Eddie Redmayne in «The Danish Girl» im Kino zu sehen. Zuvor spielte er neben Carey Mulligan, Tom Hardy, Michelle Williams und Marion Cottilard. Noch ist sein Name der breiten Masse kaum bekannt, aber das wird sich bald ändern.

Er hat viele Talente:

Bevor er sich für die Schauspielerei entschied, war er unter dem Pseudonym Zenith als Graffiti-Artist aktiv. Auch zum Profi-Sportler hätte er es fast gebracht, doch mit 16 begrub er seinen Traum vom Fussballstar.

Er wird mit Brando verglichen:

Seine intensive Darstellung, die körperliche Präsenz und seine Figuren, die er selbst als «verwundete Tiere» bezeichnet, bringen ihm oft den Vergleich mit Schauspiellegende Marlon Brando ein. Bei ihm selbst kommt das weniger gut an. «Das ist natürlich nett, aber macht mir auch verdammt viel Angst», sagte er in einem Interview.

Seine Paraderolle:

Der Durchbruch gelang Schoenaerts 2011 im belgischen Drama «Bullhead». Er spielt darin einen Rinderzüchter und Hobbyboxer, der Testosteron-süchtig ist und sich mit der Hormon-Mafia anlegt. Der Film wurde für einen Oscar nominiert. Ein Jahr später spielte er wieder einen Boxer, in «Der Geschmack von Rost und Knochen» neben Marion Cottilard. Die Muskeln stehen ihm.

Er wuchs im Theater auf:

Sein Vater Julien Schoenaerts war ebenfalls Schauspieler, seine Mutter Kostümbildnerin. Als Neunjähriger stand Schoenaerts erstmals auf der Bühne, in «Der Kleine Prinz». Mit 13 war er neben seinem Vater, der in Belgien ein Superstar ist, im Drama «Daens» zu sehen. Julien erlebt den wachsenden Erfolg seines Sohnes nicht mehr. 2006 starb er an Alzheimer.

Er flog von der Schauspielschule:

Weil er sich zu selten blicken liess, warf man ihn von der Schauspielschule. Geschadet hat es ihm offensichtlich nicht. «Ich war damals faul», meinte er dazu lapidar.

Sein neuer Film ist supersexy:

Anfang Mai kommt «A Bigger Splash» ins Kino. Im sexy Thriller des Italieners Luca Guadagnino liebt Matthias die ultracoole Rocksängerin Marianne (Tilda Swinton), flirtet aber unter der heissen Sonne Siziliens auch mit Dakota Johnson fremd – mit tödlichem Ausgang.

Er sucht noch nach der grossen Liebe:

Schoenaerts lebt allein in einer Wohnung in Antwerpen. Also fast, denn er hat zwei Katzen. Wie seine Traumfrau sein soll, hat er in einem Interview mit dem Belfast Telegraph verraten: «Sie muss eine echte Leidenschaft fürs Leben haben und auf der Suche nach Wahrhaftigkeit sein. Das finde ich wahnsinnig attraktiv.»

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