Liam Hemsworth: «Hollywood ist nur ein kleiner Teil unserer Welt»
Aktualisiert

Liam Hemsworth«Hollywood ist nur ein kleiner Teil unserer Welt»

In «Independence Day: Resurgence» kämpft Liam Hemsworth im Adrenalinrausch gegen Aliens. Im Interview ist der Australier entspannter.

von
C. Steiner

Im Film fliegen Sie im Tanktop durchs All. Ungewöhnliche Kleiderwahl, oder?

Wir wollten zeigen, dass Jake ein Rebell ist. Er stellt sich gegen das System.

Sind Sie selbst auch ein Rebell?

Nein, ich bin ziemlich entspannt. Als ich in der Highschool war, gaben mir meine Eltern die Freiheit, meine eigenen Entscheidungen zu treffen. Viele meiner Schulkameraden mussten zu einer bestimmten Zeit zu Hause sein. Ich glaube, bei mir war das anders, weil ich der jüngste von drei Brüdern war. Sie haben vermutlich aufgegeben, alles steuern zu wollen.

Würden Sie das bei Ihren Kindern gleich machen?

Ja, ich glaube, es ist wichtig, ihnen Freiheiten zu lassen. Sonst haben sie das Gefühl, sich auflehnen zu müssen.

Haben Sie und Ihre Brüder damals in Australien viel Unfug getrieben?

Es gab natürlich viel Streit, und ja, ein paar Dummheiten haben wir uns erlaubt.

Sind Sie selbst Fan von Sci-Fi-Filmen?

Ja, ich mag diese Art Streifen. «Die unendliche Geschichte» war mein Lieblingsfilm als Kind. Ich bin auch Teil der Videogeneration und habe viel gegamet. Ich spiele noch heute total viel Xbox.

Für diese Rolle mussten Sie ausnahmsweise mal nicht trainieren, oder?

Ich sass hauptsächlich im Raumschiff und habe Aliens abgeschossen. In der Mitte der Dreharbeiten realisierten wir aber plötzlich, dass meine Figur gar keine direkte Auseinandersetzung mit einem Alien hat. Und genau das war an Teil 1 ja so denkwürdig, als Will Smith dem Ausserirdischen ins Gesicht schlug.

Und dann?

Ich habe mit den Drehbuchautoren gesprochen, und sie haben dann diese Szene noch geschrieben. Aber mein Schlag gegen den Alien war leider nicht so erfolgreich wie der von Will Smith.

Sie waren sechs Jahre alt, als «Independence Day» ins Kino kam. Erinnern Sie sich daran, als Sie ihn das erste Mal gesehen haben?

Nicht bewusst, aber meine Brüder hatten ihn auf Video. Ich bin mal ins Zimmer gekommen als sie ihn schauten. Später habe ich die Kassette dann immer wieder angesehen. Es war sehr aufregend für mich als kleinen Jungen, all die Aliens und Raumschiffe.

Werden Sie mal mit Ihrem Bruder Chris arbeiten?

Ja, wir reden darüber. Aber er hat gerade viel zu tun mit den «Thor»-Filmen, das wird wohl noch eine Weile dauern. Und es braucht das richtige Projekt dazu.

Es ist sehr ungewöhnlich, dass zwei Brüder so grosse Stars sind. Reden Sie oft darüber?

Nicht mehr. Am Anfang haben wir immer Witze darüber gemacht ... okay, wir machen immer noch Witze darüber.

Gibt es einen Konkurrenzkampf zwischen Ihnen?

Nein, nicht wirklich, wir lachen manchmal darüber, wie gut oder schlecht die Filme des anderen gelaufen sind. Aber wir sind in erster Linie beste Freunde. Wenn wir uns sehen, gehen wir surfen, quatschen, verbringen Zeit als Familie. Hollywood ist nur ein ganz kleiner Teil unserer Welt.

«Independence Day: Resurgence» läuft ab 14. Juli in den Schweizer Kinos.

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