Aktualisiert 19.02.2014 09:30

Neue LiebschaftenHollywood wird lesbisch

Kurz nach Ellen Pages Coming-out machen Schauspielerin Michelle Rodriguez und Topmodel Cara Delevingne ihre Liebe öffentlich. Die jungen Frauen im Showbiz zeigen Selbstbewusstsein.

von
cat

Am Valentinstag überraschte «Juno»-Star Ellen Page die Welt. An einer Konferenz in Las Vegas verkündete sie in einem achtminütigen Video, dass sie Frauen liebt. Mit zittriger Stimme sagte die Kanadierin: «Ich bin heute hier, weil ich homosexuell bin.» Unter tosendem Applaus nahm das Publikum die Worte der 26-Jährigen auf. Und auch Hollywood lobte den Mut der Schauspielerin. Kollegen wie Anna Kendrick, Kristen Bell und Susan Sarandon twitterten ihren Beifall.

Nur wenige Tage später bestätigt «Fast and Furious»-Star Michelle Rodriguez ihre Beziehung zum britischen Model Cara Delevingne. Der englischen Zeitung «Mirror» erzählte Rodriguez in einem Interview: «Es läuft wirklich gut. Sie ist so toll.» Von Delevingne, die derzeit das angesagteste Model überhaupt ist, war bislang nichts über ihre Sexualität bekannt. Nur, dass sie letztes Jahr Womanizer Leonardo DiCaprio einen Korb gab.

Die jungen Frauen beweisen Mut. Nach wie vor ist es nicht einfach, vor allem im Filmgeschäft, offen zu seiner Homosexualität zu stehen. Lange galt das Vorurteil, dass öffentlich homosexuelle Schauspieler nicht in einer Hetero-Rolle akzeptiert würden. «Star Trek»-Star Zachary Quinto machte 2011, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, den mutigen Schritt.

Dem Sender ABC sagte er zwei Jahre später, dass sich sein Coming-out nicht negativ auf seine Jobs ausgewirkt habe. Er gab aber zu, dass dies ein paar Jahre vorher viel schwieriger gewesen wäre. Zach spielt mit Dr. Spock eine heterosexuelle Figur, der ebenfalls schwule Neil Patrick Harris gibt in der Serie «How I Met your Mother» den Womanizer Barney Stinson. Diese beiden sind aber immer noch die Ausnahme.

Ellen Pages Schritt war also mutig. Aber die Schauspielerin, obwohl ständig am Arbeiten, ist keine A-Listerin in Hollywood. Sie ist auf die Rolle des klugen Kumpeltyps abonniert, nicht auf das eines Sexsymbols. Ihr Coming-out dürfte deutlich weniger Folgen haben, als wenn etwa eine Jennifer Aniston sich plötzlich als lesbisch outen würde.

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