Aktualisiert 25.07.2016 10:41

Hololens im TestHologramme? So sieht Microsoft die Zukunft!

Virtuelle Objekte, die sich nahtlos mit der Realität vermischen. Das bietet die Hololens. 20 Minuten konnte das Headset bereits testen.

von
tob
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Zugegeben, ein bisschen komisch sieht man ja schon aus, wenn man diese Brille trägt. 20 Minuten hat eine Entwicklerversion der Hololens, Microsofts Augmented-Reality-Brille, getestet.

Zugegeben, ein bisschen komisch sieht man ja schon aus, wenn man diese Brille trägt. 20 Minuten hat eine Entwicklerversion der Hololens, Microsofts Augmented-Reality-Brille, getestet.

20M
Für Microsoft ist die Brille nicht weniger als die Zukunft der Computerbranche. Und ja: Im Raum war es heiss, sehr heiss sogar - und nicht klimatisiert, wie Sie an den Wangen des Autors deutlich erkennen können.

Für Microsoft ist die Brille nicht weniger als die Zukunft der Computerbranche. Und ja: Im Raum war es heiss, sehr heiss sogar - und nicht klimatisiert, wie Sie an den Wangen des Autors deutlich erkennen können.

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Doch was kann die Brille überhaupt? Sie vermischt die Realität mit einer virtuellen Welt, einer Art Hologramme, die auf den beiden Displays der Brille angezeigt werden. So brechen im Spiel «Robo Raid» plötzlich Roboter aus der Wand.

Doch was kann die Brille überhaupt? Sie vermischt die Realität mit einer virtuellen Welt, einer Art Hologramme, die auf den beiden Displays der Brille angezeigt werden. So brechen im Spiel «Robo Raid» plötzlich Roboter aus der Wand.

Microsoft

Eine Roboterinvasion abwehren, die aus dem Nichts durch die Stubenwände bricht? Mit der Hololens wird ein solches Szenario schon fast zur Realität. Wer die Brille zum ersten Mal aufsetzt, kann definitiv einen Wow-Effekt erwarten. Anders als bei sogenannten Virtual-Reality-Headsets ist man mit der Hololens nämlich nicht total von der Umwelt abgeschottet.

Denn: Auf den zwei durchsichtigen Displays – vor jedem Auge eines – verschmelzen virtuelle Objekte mit der realen Umgebung. Die Objekte erinnern an Hologramme. Dennoch lassen sich diese leicht von der Realität unterscheiden: Sie sind transparent und haben einen leichten Schimmer.

Brille scannt Räume in 3-D

Die virtuellen Objekte, etwa die Alienroboter, wirken dabei täuschend echt – nicht weil sie grafisch so gut aussehen würden, sondern weil Massstab, Proportion und Perspektive der Roboter, die aus der Wand krabbeln, perfekt stimmen.

Möglich wird das, weil die Hololens die Umwelt dreidimensional analysiert. Wände und Möbel werden von Kameras, Infrarot- und anderen Sensoren erfasst. Dabei muss die Brille nicht auf externe Hilfe zählen: Die Hololens ist ein vollständiger Computer.

Gesteuert werden Programme entweder per Sprachbefehle oder durch Gesten. Will man etwa virtuelle Objekte bewegen, oder im Fall der Robo-Invasion seine Laserwaffe abfeuern, erhebt man die Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger und führt damit eine Art Klick in der Luft aus.

Stirnband mit Display

3000 Dollar – so viel müssen Entwickler derzeit hinblättern, um eine Hololens zu ergattern. 20 Minuten konnte das Augmented-Realtiy-Headset bei der Firma IBV (siehe Box) testen. Bis zur finalen Version gibt es aber noch einiges zu tun. So ist die Brille mit knapp 600 Gramm ziemlich wuchtig. Das Gewicht liegt jedoch dankbarerweise nicht auf der Nase, sondern wird über eine Art Stirnband abgefedert.

Auch sollten die Augen wenn immer möglich geradeaus gerichtet sein. Das Sichtfeld ist nicht gross – virtuelle Objekte werden also schnell mal abgeschnitten. Neowin.com vergleicht das Sichtfeld in etwa so, wie wenn man aus einem halben Meter Entfernung auf ein 15-Zoll-Monitor schauen würde.

Abgefahren? Definitiv!

Sicher ist, dass Microsoft mit der Hololens die Art und Weise, wie wir Computer nutzen und mit ihnen interagieren, vollständig umkrempeln könnte. Spannend ist das Headset sicher für professionelle Anwender. Archichtekten etwa könnten mit der Hololens gleichzeitig an Plänen arbeiten und sich nebenan auf dem Schreibtisch ein 3-D-Modell zeigen lassen, das in Echtzeit auf Planänderungen reagiert.

Doch auch für private Anwender könnte die Hololens interessant werden – und das nicht nur für Spiele. Mit Hilfe der Brille könnte man beispielsweise einen virtuellen 120-Zoll-TV an die Wand hängen, der dann jeweils wieder verschwindet, sobald man die Brille ablegt.

Noch ist das aber alles Zukunftsmusik. Wann – und zu welchem Preis – das Headset auf den Markt kommen wird, ist noch nicht bekannt.

20 Minuten konnte die Hololens bei der Firma IBV in Bonstetten-Wettswil testen. Die Firma arbeitet seit 1981 in den Bereichen IT-Security und Softwareentwicklung.

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