Heimspiel FC Luzern: Trotz einstündiger Überzahl - nur ein Punkt für den FCL

Heimspiel FC LuzernTrotz einstündiger Überzahl - nur ein Punkt für den FCL

Trotz einer Stunde mit einem Mann mehr, gelingt es dem FCL nicht, den ersten Sieg einzufahren. Am Schluss hat man noch Glück, dass Knezevic gegen den Aufsteiger das 2:2 erzielt.

von
Darius Herzog
SDA
Luzern
2 : 2
FC Lausanne-Sport
1 / 5
Ein Bild mit Symbolcharakter: Dem FCL gelingt offensiv noch zu wenig. Schaub (links), der gefährlichste FCL-Spieler, im Duell mit Lausannes Monteiro.

Ein Bild mit Symbolcharakter: Dem FCL gelingt offensiv noch zu wenig. Schaub (links), der gefährlichste FCL-Spieler, im Duell mit Lausannes Monteiro.

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Frühstart! Nicht mal eine volle Minute ist gespielt und da stehts bereits 1:0. Schürpf (links) trifft auf Vorlage von Schaub (rechts unten).

Frühstart! Nicht mal eine volle Minute ist gespielt und da stehts bereits 1:0. Schürpf (links) trifft auf Vorlage von Schaub (rechts unten).

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Rote Karte für Lausannes Nanizayamo. Schiri Dudic entschied sich erst nach langem VAR-Studium für den frühen Platzverweis.

Rote Karte für Lausannes Nanizayamo. Schiri Dudic entschied sich erst nach langem VAR-Studium für den frühen Platzverweis.

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Viel hat man sich vorgenommen in der Zentralschweiz für das heutige Duell gegen den FC Lausanne-Sport: Endlich sollen nicht nur die ersten Punkte, sondern die ersten drei Punkte her. Zuhause gegen den Aufsteiger ein durchaus verständliches Ziel für die sowieso ambitionierten Luzerner.

Am Ende muss sich die Mannschaft von Fabio Celestini aber mit immerhin einem Punkt begnügen. Denn dass es überhaupt einen Punkt gab, verdanken die Leuchten den beiden Verteidigern (!) Balaruban und Knezevic, die zehn Minuten vor Schluss für den Ausgleich zuständig waren.

FC Luzern offensiv alles in allem zu harmlos und ideenlos

Die Partie begann furios mit zwei Treffern nach sechs und einer roten Karte gegen Lausanne nach 23 Minuten. Doch trotz über einstündiger Überzahl schaffte es das Heimteam nie wirklich, gross Druck auf das gegnerische Tor aufzubauen. Der Auffälligste war klar Neuzugang Louis Schaub, der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel des FCL. Er hatte nach gut einer Stunde noch die grösste Chance, die jedoch sensationell pariert wurde vom starken Lausanne-Torwart.

Der einzige, nominelle FCL-Stürmer wurde erst nach einer Stunde eingewechselt. Doch der junge, erst diese Woche verpflichtete Alounga vermochte sich, verständlicherweise, noch nicht entscheidend einzubringen. Durch den bevorstehenden Abgang von Margiotta, der erneut nicht im Aufgebot stand, wird FCL-Sportchef Meyer nochmals zum Handeln gezwungen sein, was den Angriff betrifft. Denn eines ist klar: ein Stürmer und Torjäger wie Margiotta hat dem FCL heute entscheidend gefehlt.

Luzern – Lausanne-Sport 2:2 (1:1)

1000 Zuschauer. – SR Dudic. – Tore: 1. (0:46) Schürpf (Schaub) 1:0. 6. Joël Monteiro (Schneuwly) 1:1. 50. Turkes (Boranijasevic) 1:2. 81. Knezevic (Balaruban) 2:2.

Luzern: Müller; Sidler (60. Ugrinic), Knezevic, Lucas, Bürki (73. Balaruban); Emini, Ndenge (60. Alounga), Schulz; Schaub, Schürpf, Ndiaye (76. Lang).

Lausanne-Sport: Diaw; Loosli, Elton Monteiro, Nanizayamo; Boranijasevic, Puertas (82. Gétaz), Kukuruzovic, Flo; Schneuwly (70. Bares); Turkes (82. Zekhnini), Joël Monteiro (44. Jenz).

Bemerkungen: Luzern ohne Grether, Burch, Schwegler und Binous (alle verletzt) sowie Margiotta (nicht im Aufgebot) und Alabi (nicht spielberechtigt), Lausanne-Sport ohne Falk, Geissmann, Koura und Schmidt (alle verletzt) sowie Brazão (nicht spielberechtigt) und Zeqiri (nicht im Aufgebot). 23. Rote Karte gegen Nanizayamo wegen Fouls. Verwarnung: 5. Flo (Foul). 33. Sidler (Foul). 55. Turkes (Foul). 71. Lucas (Foul). 75. Kukuruzovic (Foul). 90. Bares (Foul).

Resultate. Samstag: Sion - Young Boys 0:0. Zürich - Lugano 2:2 (1:1). - Sonntag: Luzern - Lausanne-Sport 2:2 (1:1). Servette - Basel 1:0 (0:0). Vaduz - St. Gallen 0:1 (0:0).

Rangliste: 1. St. Gallen 2/6 (2:0). 2. Lausanne-Sport 2/4 (4:3). 2. Lugano 2/4 (4:3). 4. Young Boys 2/4 (2:1). 5. Servette 2/3 (2:2). 6. Luzern 2/1 (3:4). 6. Zürich 2/1 (3:4). 8. Basel 2/1 (2:3). 8. Vaduz 2/1 (2:3). 10. Sion 2/1 (0:1).

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Spielende

Ich bedanke mich für das Interesse und das Mitlesen. Hoffentlich bis zum nächsten FCL-Heimspiel!

Spielende

Am Schluss war nicht mehr drin und die Partie ging relativ ereignislos zu Ende. Luzern muss sich definitiv an der eigenen Nase nehmen und am Schluss noch froh sein, immerhin den ersten Punkt geholt zu haben. Der Aufsteiger aus Lausanne trat gewohnt frech und kompakt auf und ging trotz Unterzahl sogar in Front. Am Schluss heisst der "Retter" Stefan Knezevic, der für Luzern den Ausgleich schoss.

Das wars! Luzern und Lausanne trennen sich mit 2:2-Unentschieden.

93'

Luzern drückt in dieser Overtime natürlich auf den Siegtreffer, doch Lausanne - trotz schwindenden Kräften - lauert auf mögliche Konter.

91'

Vier Minuten Nachspielzeit!

89'

Gelbe Karte für Lausannes Bares.

88'

Toller Freistoss von Schaub, doch im Strafraum verpassen seine Kollegen die Flanke. Auch so wäre die Kugel fast im Netz gelandet.

85'

Ja und geht jetzt vielleicht noch mehr? FCL-Coach Celestini hat nach dem Ausgleich nicht gross gejubelt, er will gegen seinen Ex-Verein noch mehr.

82'

Doppelwechsel bei Lausanne: Puertas und Turkes gehen, Gétaz und Zekhnini kommen.

81'

2 : 2

Toooooor für den FCL!

Das junge Eigengewächs Balaruban tankt sich über links stark und mit Glück durch, bedient schliesslich das andere Eigengewächs Knezevic. Der Innenverteidiger (!) muss an vordester Front nur noch einschieben.

79'

Yvan Alounga zieht ab und sieht seinen ersten Super-League-Schuss von Diaw pariert. Der Lausanne-Goalie, wie schon gegen Servette, ganz stark.

76'

Wechsel bei Luzern: Ndiaye wird mit Applaus verabschiedet. Ist viel gelaufen, hat viel probiert, aber war am Ende auch glücklos. Lino Lang ersetzt ihn.

75'

Karton für Kukuruzovic nach taktischem Foulspiel.

74'

In den anderen beiden Spielen gab es bislang übrigens noch keine Tore. Zwei Nullnummern auf den anderen Plätzen.

73'

Wechsel bei Luzern: Balaruban kommt für Bürki.

71'

Gelbe Karte für Lucas, obwohl er als letzter Mann Turkes zu Fall bringt. Heikle Situation.

70'

Wechsel bei Lausanne: Ex-FCLer Schneuwly geht und Gabriel Bares kommt.

68'

Es ist mittlerweile schon so, dass Turkes zwanzig Minuten vor Schluss fast alleine auf FCL-Goalie Müller zustürmen kann. Lucas Alves klärt noch in höchster Not.

66'

Weiterhin bestimmt der FCL die Partie, doch die Gäste bleiben mit ihren Kontern brandgefährlich. Ursprünge sind dabei meist dumme, unnötige Eigenfehler der Luzerner.

63'

Mal sehen wie sich Alounga, den man aufgrund seiner Position, Herkunft, Statur und Spielweise mit Breel Embolo vergleichen kann, ins Spiel der Luzerner einbringt. Ein grosses Sturmtalent ist er auf jeden Fall.

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