National LeagueErste Niederlage für SCB-Coach Kogler - EVZ glückt die Revanche

Im zweiten Spiel setzt es für Berns neuen Trainer Mario Kogler die erste Niederlage ab. Nach dem Sieg am Donnerstag unterliegen die Mutzen zuhause dem EV Zug nun mit 1:4.

SC Bern
1 : 4
EV Zug
1 / 4
Jubel bei den Zugern nach dem (vorentscheidenden) 0:3 durch Bachofner. 14 Sekunden vor der zweiten Pause erzielen die Gäste das zweite Powerplay-Tor.

Jubel bei den Zugern nach dem (vorentscheidenden) 0:3 durch Bachofner. 14 Sekunden vor der zweiten Pause erzielen die Gäste das zweite Powerplay-Tor.

Urs Lindt/freshfocus
Für den erst 33-jährigen Mario Kogler ist es die erste Niederlage im zweiten Spiel als SCB-Trainer und dies gegen den gleichen Gegner. Als nächstes wartet der Lausanne HC.

Für den erst 33-jährigen Mario Kogler ist es die erste Niederlage im zweiten Spiel als SCB-Trainer und dies gegen den gleichen Gegner. Als nächstes wartet der Lausanne HC.

Urs Lindt/freshfocus
Die Genfer bejubeln in Lausanne einen wichtigen Auswärtserfolg. Siegtorschütze ist rund vier Minuten vor Schluss der überragende Omark.

Die Genfer bejubeln in Lausanne einen wichtigen Auswärtserfolg. Siegtorschütze ist rund vier Minuten vor Schluss der überragende Omark.

freshfocus

Wie schon beim Duell vom Donnerstag, geht auch bei der Neuauflage die Gastmannschaft als Sieger vom Eis. Die Zuger bezwingen den SCB dank einer engagierten Leistung verdient mit 4:1 und können damit auf die 1:2-Niederlage reagieren. Dank dieses Sieges klettern die Zentralschweizer auf den dritten Rang, während die Berner im Tabellensumpf stecken bleiben.

Einen wesentlichen Unterschied machten die Überzahlsituationen aus. Während die Gäste aus Zug von vier Powerplays gleich deren zwei nutzten, agierten die Berner in ihren drei erstaunlich harmlos. Alatalos Hammerschuss nach 12 Minuten als Dosenöffner und Bachofners 0:3 nur kurz vor der zweiten Drittelspause waren letztlich entscheidend.

Der SC Bern zeigte sich über weite Strecken glücklos und kam erst fünf Minuten vor der Schlusssirene zum Ehrentreffer: Haas nahm einen Brithén-Pass gut mit und verwandelte eiskalt. Doch die Reaktion kam zu spät und so endete die Partie, durch einen Treffer ins leere Tor von Klingberg, am Schluss relativ deutlich. Zum ersten Mal seit dem 2. November 2019 gelang einem Team in diesem Duell wieder mehr als zwei Tore.

Genf feiert Derbysieg und HCD verliert spektakulär gegen Ambri

Im zweiten Spiel hat es der HC Lausanne im Heimspiel gegen Genève-Servette nicht geschafft, mit einem Sieg die Tabellenführung der National League zu übernehmen. Die Lausanner verloren mit 2:3.

Ganz weit weg von der Tabellenspitze befindet sich der HC Davos. Die Bündner befinden sich in einer tiefen Krise und auf dem zweitletzten Platz. Im Kellerduell zu Hause gegen Ambri-Piotta verlor der HCD mit 4:6. Die Partie wurde später angepfiffen, da die Tessiner auf der Reise ins verschneite Davos im Stau stecken blieben. Doch das störte die Matchvorbereitung und die Konzentration offenbar nicht.

Bern – Zug 1:4 (0:1, 0:2, 1:1)

0 Zuschauer. – SR Salonen (FIN)/Staudenmann, Progin/Stalder. – Tore: 12. Alatalo (McLeod, Kovar/Powerplaytor) 0:1. 38. Leuenberger (Zehnder, Diaz) 0:2. 40. (39:46) Bachofner (McLeod, Alatalo/Powerplaytor) 0:3. 55. Haas (Andersson, Brithén) 1:3. 60. (59:09) Klingberg 1:4 (ins leere Tor). – Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Scherwey) gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen Zug. – PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Kovar.

Bern: Philip Wüthrich; Untersander, Henauer; Thiry, Zryd; Andersson, Beat Gerber; Burren; Haas, Brithén, Moser; Scherwey, Jeffrey, Pestoni; Heim, Bader, Jeremi Gerber; Berger, Neuenschwander, Sciaroni; Sterchi.

Zug: Hollenstein; Diaz, Geisser; Cadonau, Alatalo; Gross, Stadler; Dario Wüthrich; Allenspach, Kovar, Zehnder; Klingberg, Senteler, Thorell; Thürkauf, McLeod, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Döpfner; Langenegger.

Bemerkungen: Bern ohne Karhunen und Ruefenacht (beide verletzt), Zug ohne Genoni, Hofmann, Martschini, Simion (alle krank), Schlumpf (gesperrt) und Zgraggen (verletzt). Bern ab 58:14 ohne Torhüter.

Lausanne – Genève-Servette 2:3 (0:1, 1:1, 1:1)

1 Zuschauer. – SR Wiegand/Urban (AUT), Obwegeser/Burgy. – Tore: 8. Rod (Winnik, Völlmin) 0:1. 25. Fehr (Winnik, Karrer) 0:2. 29. Douay (Frick) 1:2. 49. Malgin (Grossmann, Douay) 2:2. 57. Omark (Damien Riat) 2:3. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Lausanne, 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. – PostFinance-Topskorer: Kenins; Omark.

Lausanne: Stephan; Genazzi, Barberio; Heldner, Frick; Grossmann, Marti; Krueger, Antonietti; Gibbons, Malgin, Hudon; Bertschy, Emmerton, Kenins; Bozon, Jooris, Almond; Jäger, Froidevaux, Douay.

Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Le Coultre; Völlmin, Mercier; Arnaud Riat, Kast; Damien Riat, Vermin, Omark; Rod, Fehr, Winnik; Moy, Smirnovs, Miranda; Fritsche, Berthon, Vouillamoz.

Bemerkungen: Lausanne ohne Maillard (verletzt) und Conacher (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Maurer, Patry und Richard (alle verletzt). Lausanne ab 58:40 ohne Torhüter.

Davos – Ambri-Piotta 4:6 (0:0, 0:2, 4:4)

50 Zuschauer. – SR Piechaczek (GER)/Borga, Gnemmi/Pitton. – Tore: 31. Nättinen (Zwerger) 0:1. 37. Grassi (Rohrbach) 0:2. 46. Müller 0:3. 48. Flynn (Hächler, Fohrler) 0:4. 51. (50:44) Ambühl (Paschoud) 1:4. 52. (51:58) Ambühl 2:4 (Penalty). 54. Nättinen 2:5. 57. Baumgartner (Jung, Ambühl) 3:5. 59. (58:32) Zwerger (Nättinen) 3:6 (ins leere Tor). 60. (59:59) Baumgartner 4:6. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Davos, 7mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: Ambühl; Nättinen.

Davos: Mayer; Nygren, Jung; Guerra, Paschoud; Kienzle, Heinen; Barandun, Meyer; Ambühl, Corvi, Lindgren; Marc Wieser, Thornton, Hischier; Turunen, Baumgartner, Knak; Frehner, Marc Aeschlimann, Egli.

Ambri-Piotta: Ciaccio; Fora, Ngoy; Hächler, Fischer; Fohrler, Pezzullo; Zaccheo Dotti; Kneubuehler, Flynn, Horansky; Nättinen, Müller, Zwerger; Rohrbach, Novotny, Dal Pian; Trisconi, Kostner, Grassi; Goi.

Bemerkungen: Davos ohne Du Bois, Palushaj, Rubanik, Stoop, Dino Wieser (alle verletzt) und Herzog (gesperrt), Ambri-Piotta ohne Bianchi, D’Agostini, Isacco Dotti und Incir (alle verletzt). Davos von 57:26 bis 58:32 ohne Torhüter.

Resultate: Davos - Ambri-Piotta 4:6 (0:0, 0:2, 4:4). Lausanne - Genève-Servette 2:3 (0:1, 1:1, 1:1). Bern - Zug 1:4 (0:1, 0:2, 1:1).

Rangliste: 1. ZSC Lions 15/29 (51:44). 2. Lausanne 13/28 (41:28). 3. Zug 12/26 (38:28). 4. Genève-Servette 13/25 (43:27). 5. Fribourg-Gottéron 14/24 (38:43). 6. Lugano 12/20 (36:31). 7. Ambri-Piotta 15/17 (33:45). 8. Rapperswil-Jona Lakers 16/17 (40:46). 9. Biel 12/15 (37:42). 10. Bern 14/15 (32:38). 11. Davos 11/13 (44:43). 12. SCL Tigers 11/8 (21:39).

Deine Meinung

Schlusssirene. Der EV Zug gewinnt beim SC Bern mit 4:1.

60'

1 : 4

Tor für den EV Zug!

Klingberg trifft ins verwaiste Tor. Es ist dies der erste Scorerpunkt für den Schweden, kaum zu glauben.

59'

SC Bern nimmt das Timeout.

59'

Zuger agieren solid

Berns Keeper Wüthrich hat seinen Kasten verlassen. Die Zuger derweil lassen nicht mehr viel anbrennen. Die Berner kommen zwar ab und an vor das gegnerische Tor, aber nicht zwingend genug.

55'

1 : 3

Tor für den SC Bern!

Es geht also doch, wenn auch nicht im Powerplay. Der Schwede Brithén mit dem perfekten Pass auf Haas, der den Puck sauber kontrolliert und dann trocken abschliesst. Drin ist das Ding. Nur noch 1:3.

54'

SCB ohne Powerplayerfolg

Im Gegensatz zum EV Zug kann der SCB auch diese Überzahlsituation nicht erfolgreich ausnutzen. Erstaunlich harmlos, wie die Mutzen in diesen zwei Minuten agiert haben.

53'

Bern jetzt unter Zugzwang

Sollte es zumindest noch was werden mit einem Punktgewinn, dann müssten die Berner diese Überzahl wohl nutzen. Noch knapp sieben Minuten sind zu gehen.

52'
2'

Strafe gegen Klingberg wegen hohen Stocks.

51'

Bern übersteht Unterzahl

Der SC Bern übersteht die 2-Minuten-Strafe. Scherwey muss aber natürlich noch draussen bleiben.

49'
2+10'

Tristan Scherwey muss raus, Strafe wegen Checks gegen den Kopf.

48'

Möglichkeit Haas

Gaetan Haas, nicht so auffällig wie auch schon, prüft Hollenstein. Der junge Zentralschweizer macht heute aber einen ausserordentlich sauberen Job.

48'

Schuss Diaz

Raphael Diaz versucht es per Handgelenkschuss, Wüthrich hat etwas Mühe mit dem Puck. Die Situation kann aber schliesslich bereinigt werden.

47'

Heisse Szene vor SCB-Kasten

Vor Philip Wüthrich geht es chaotisch zu und her. Senteler, Thorell und Kollegen sorgen da mächtig für Wirbel. Die Berner können das vierte Gegentor aber mit Mann und Maus verhindern.

45'

Scherwey nahe dran

Topscorer Dustin Jeffrey mit dem Zuspiel auf Scherwey, der jedoch an Hollenstein scheitert. Es ist irgendwie der Wurm drin.

44'

EVZ auch ersatzgeschwächt

Dem Team von Dan Tangnes fehlen mit Martschini, Simion und Hofmann gleich drei Hochkaräter im Angriff. Trotzdem schaut das bis hierhin seht gut aus, auch was die jungen Wilden angeht.

42'

Liegt noch was drin?

Was liegt hier noch drin für den SCB? Setzt es nach zuletzt zwei Siegen wieder eine Niederlage ab? Momentan deutet nicht viel darauf hin, dass Zug dieses Spiel noch aus der Hand gibt.

Der Puck ist wieder im Spiel, weiter geht es.

Die anderen Spiele in der Übersicht

Davos - Ambri 0:1*

Lausanne - Genf 1:2*

Fazit

Am Schluss geht diese Führung halt doch in Ordnung. Der SC Bern macht nicht unbedingt ein schwaches Spiel, gestaltet das Geschehen gesamthaft ausgeglichen. Jedoch sprechen die doppelt mehr abgefeuerten Schüsse der Zuger schon eine deutliche Sprache. Da müsste vom SCB vorne noch mehr kommen, wobei natürlich auch das Stichwort "Effizienz" eine Rolle spielt. Mal sehen, ob es noch zu einer Reaktion des Gastgebers kommt oder Hollenstein den Shutout feiern kann.

Zweite Pause. Zug führt hier mit 0:3.

9 Kommentare
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Tohuwabohu

05.12.2020, 15:09

Warum eigentlich hat der SCB Lars Leuenberger nicht zum Cheftrainer ernannt. 2016 führte Leuenberger den SCB bravourös in den Playoffs zum Meistertitel! Beim Berner Klub herrscht ein Tohuwabohu in allen Bereichen.

T. oschütz

05.12.2020, 13:44

Schade, ein Tor war wohl nicht genug.

Kassandra

05.12.2020, 13:43

Wird auch nicht die letzte Niederlage sein...