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Holzbauer kämpft gegen gefährlichen Übergang

Eine Autofahrerin wollte auf dem Bahnübergang wenden und würgte den Motor ab. Der Zug konnte noch stoppen. Ein Lehrling hatte weniger Glück: Der Zug erfasste das Heck seines Autos.

«Pures Glück, dass noch niemand gestorben ist», sagt Markus Käser. Seine Holzbau-firma in Weier i. E. steht neben der Bahnlinie Huttwil–Sumiswald. «Der Zug muss hier manchmal mehrmals pro Woche eine Notbremsung machen», sagt Käser.

Erst kürzlich wurde sein Stift mit dem PW vom Zug am Heck erfasst. «Das Auto wurde auf die Strasse geschleudert und um 180 Grad gedreht», erzählt Anwohner Ernst Schär. Der Lehrling blieb unverletzt.

Noch mehr Glück hatte am Tag danach eine Automobilistin: Sie wollte auf dem Bahnübergang wenden. Als sie den Zug sah, geriet sie in Panik und würgte den Motor ab. Dank einer Notbremsung konnte der Zug gerade noch stoppen.

Seit Jahren kämpft Markus Käser für den Bau von Barrieren. Denn zu seinem Betrieb kommen auch viele Lastwagen. Diese müssen rückwärts über den Bahnübergang fahren, weil Käser auf seinem Areal keinen Wendeplatz bauen darf. Brandgefährlich, aber: «Die Sanierung des Übergangs würde 1,5 Millionen Franken kosten», sagt Käser. Zu viel für die 1200-Seelen-Gemeinde ohne Unterstützung vom Kanton.

Alessandro Meocci

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