Aktualisiert 02.08.2012 16:38

Unwillkommener BadegastHolzfäller zerstückeln Wal mit Kettensäge

Waldarbeiter im Spezialeinsatz: Teams von Holzarbeitern zerlegen derzeit am Strand von Sydney einen 30 Tonnen schweren Walkadaver. Der tote Buckelwal war in ein Meeres-Schwimmbecken gespült worden.

von
dga

Am Mittwoch hat hoher Wellengang ein offenbar bereits seit Tagen totes Walbaby Richtung Land und schliesslich über die Brüstung in eine Meeresbadi bei Sydney gespült. Die Hoffnung der Behörden, dass Wind und Gezeiten den Kadaver wieder von alleine ins Meer spülen und dort der biologische Recycling-Prozess alles weitere erledigt, hat sich nicht erfüllt. Die Wellen bewegten den Kadaver lediglich wenige Meter hin und her.

Nun sind dutzende Holzfäller damit beschäftigt, am Strand des Ozean-Schwimmbeckens den 30 Tonnen schweren Buckelwal zu zerlegen. Die Equipen sind normalerweise mit Arbeiten in Wäldern und Nationalparks beauftragt.

«Dieser Anblick und Gestank»

Stück für Stück zerlegen die Teams mit Bagger, Kettensägen und Sensen den über elf Meter langen Meeressäuger, wie der «Sydney Morning Herald» berichtet. «Dieser Anblick und Gestank ... ein extremer Knochenjob», so der Leiter eines Einsatzteams gegenüber der Zeitung. Da die Kettensägen schnell abstumpfen, seien mehrere Teams im Einsatz, wie ein Sprecher der Umweltbehörde sagte.

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Die Forstarbeiter arbeiten sich von Kopf und Flosse in Richtung Inneres durch. Sie hoffen, dass der Wal durch die Wellen noch mehr in Richtung Meer getrieben wird. Anschliessend soll das Gas, das sich im Innern des mehrere Tage alten Kadavers bildet, abgelassen werden. Erst dann können Sägespezialisten weiter fortfahren, um die Kadaverteile entsorgen zu können.

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Kadaver lockt Haie an

Das Walbaby sei bereits mehrere Tage tot gewesen, als es angespült wurde, bestätigt ein Sprecher der Park- und Wildschutzbehörde. Der nahe gelegene Strand wurde vorsorglich geschlossen, weil Kadaverteile Haie anziehen könnten.

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Am Strand von Newport versammelten sich hunderte Schaulustige. An den Küsten bei Sydney gibt es mehrere Meerwasser-Schwimmbäder. Bei Wellengang spült das Wasser oft über die Brüstung. Viele Schwimmer ziehen dort lieber ihre Bahnen als im offenen Meer, weil sie so der Strömung entgehen.

Bilder des Buckelwals, nachdem ihn Schwimmer am Mittwochmorgen im Meeres-Schwimmbecken entdeckt hatten:

(Quelle: YouTube/ITN News)

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