Aktualisiert 11.06.2008 21:45

DurchgedrehtHolzklotz-Attentäter hatte noch eine Velofelge dabei

Das Holzklotz-Attentat auf der deutschen Autobahn hätte noch schlimmer kommen können: Der Täter hatte ein zweites Wurfgeschoss dabei.

Aus dem Verhörprotokoll der Polizei geht hervor: Der Täter Nikolai H. hatte nicht nur den sechs Kilo schweren Holzklotz dabei, mit dem er die zweifache Mutter Olga K. (33) tötete. Der 30-Jährige schleppte auch noch eine Fahrradfelge mit, die er von der Autobahnbrücke werfen wollte, wie die «Bild»-Zeitung berichtete.

Mit seinem Rad fuhr der heroinsüchtige Nikolai H. am Ostersonntag in Norddeutschland von Rastede nach Oldenburg. Laut Protokoll wollte er seinen Dealer treffen, erhielt von ihm aber keine Drogen. Wütend fuhr er nach Hause und schnappte sich im Garten einen Holzklotz und eine alte Velofelge. Dann pedalte er zur Autobahnbrücke.

Dort wartete Nikolai H., bis ein Auto kam. Ganz gezielt warf er den Klotz – und traf den Wagen der Familie K., die gerade aus den Osterfe­rien kam. Das Geschoss durchschlug die Windschutzscheibe, Olga K. auf dem Beifahrersitz wurde tödlich getroffen. Als Nikolai H. den Knall hörte, ergriff er die Flucht. Die Felge warf er ins Gebüsch. Auch sie hätte zum tödlichen Geschoss werden können.

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