USA: Homo-Ehen dürfen nicht verboten werden
Aktualisiert

USAHomo-Ehen dürfen nicht verboten werden

Die Befürworter der Homo-Ehe in den USA haben vor Gericht einen deutlichen Sieg errungen. Ein Bezirksrichter in den USA hat ein landesweites Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen für verfassungswidrig erklärt.

Präsident Barack Obama lehnt gleichgeschlechtliche Ehen ab, unterstützt jedoch eingetragene Partnerschaften.

Präsident Barack Obama lehnt gleichgeschlechtliche Ehen ab, unterstützt jedoch eingetragene Partnerschaften.

Der Bundesrichter Joseph Tauro entschied in zwei Fällen, in denen das Gesetz angefochten wurde, im Sinne der Kläger. Schwulen und Lesben in gleichgeschlechtlichen Ehen dürften die vom Staat gewährten Vorteile und Leistungen für Verheiratete nicht vorenthalten werden, urteilte der Bundesrichter.

Dies jedoch sieht ein entsprechendes Bundesgesetz vor, das 1996 erlassen wurde. Die US-Regierung würde damit in die Rechte der einzelnen Staaten eingreifen, die eigentlich selbst definieren dürften, was sie unter einer Ehe verstehen.

In fünf Bundesstaaten sowie in Washington D.C. dürfen Schwule und Lesben den Bund fürs Leben schliessen. Darunter auch in Massachusetts, das neben Bürgerrechtsgruppen zu den Klägern gegen das Gesetz gehörte. Der Staatsanwalt des Staates argumentiert, er müsse wegen der Norm seine eigenen Bürger diskriminieren.

Rund 30 der 50 Bundesstaaten haben dagegen in ihren Verfassungen festgeschrieben, dass Ehe ausschliesslich eine Sache zwischen Mann und Frau ist.

(sda)

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