Letzi Junxx: Homophobie soll aus dem Letzi verschwinden
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Letzi JunxxHomophobie soll aus dem Letzi verschwinden

Schwulenfeindliche Sprüche sollen aus den Fussballstadien verbannt werden: Mit einem Transparent, das den Kuss zweier ManU-Spieler zeigt, will der schwul-lesbische FCZ-Fanclub Letzi Junxx ein Zeichen setzen.

von
Deborah Sutter
Dieses Transparent zeigen die Letzi Junxx am Samstag beim Spiel FCZ – YB. (Foto: Jan Tölva)

Dieses Transparent zeigen die Letzi Junxx am Samstag beim Spiel FCZ – YB. (Foto: Jan Tölva)

Sprechgesänge wie «Alli Basler sind schwul» oder «Schiri, du schwuli Sau» sind bei Spielen des FCZ immer wieder zu hören. Der schwul-lesbische Fanclub Letzi Junxx will dies ändern. «Beim Spiel am Samstag gegen YB entrollen wir ein grosses Transparent gegen Homophobie», sagt Fanclub-Präsident Peter Wolfensberger. Darauf zu sehen ist der Torjubel-Kuss der beiden Manchester-United-Spieler Paul Scholes und Gary Neville – nach dieser Szene war den beiden unterstellt worden, schwul zu sein. «Fussball und Schwule – das geht in vielen Köpfen der Fans nicht zusammen», so Wolfensberger. «Schwul» werde als Schimpfwort verwendet: «Das hinkt der Entwicklung der Gesellschaft hinterher, ist verletzend und gehört aus den Stadien verbannt.» Seit Juni zeigten diverse Fanclubs deutscher Vereine das über drei Meter lange Transparent in mehreren Stadien, Zürich ist der einzige Stopp in der Schweiz. Danach geht es bis Ende November weiter durch deutsche Stadien.

Beim FCZ will man sich nicht konkret zur Aktion des vom Verein offiziell anerkannten Fanclubs äussern. Sprecher Giovanni Marti sagt aber: «Unser Motto lautet ‹Leben und leben lassen›, sprich: Wir sind generell gegen Diskriminierung.»

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