Gleichberechtigung : Homosexuelle Paare wollen an Tanzturniere
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Gleichberechtigung Homosexuelle Paare wollen an Tanzturniere

Bei Tango- und Walzerkursen liegen sich immer öfter schwule oder lesbische Paare in den Armen. Doch an Tanzturnieren dürfen sie nicht teilnehmen. Das stösst auf Kritik.

von
jep

Ob Salsa, Tango oder Walzer - Tanzkurse kommen bei gleichgeschlechtlichen Paaren gut an. Laut TanzVereinigung Schweiz (TVS) gibt es immer mehr solcher Paare, und das Kursangebot wächst. Der gleichgeschlechtliche Paartanz hat sogar einen Namen: «Equality Dance». «Die Mehrheit der rund 300 Schweizer Tanzschulen ist heute offen für Equality-Paare in den normalen Kursen», sagt Beat Römmel vom Tanzschulen-Verband Swissdance zu SonntagsBlick. Tendenz steigend: «Besonders in den letzten zehn Jahren hat ihre Zahl zugenommen.»

Von regulären Tanz-Turnieren aber sind solche Paare ausgeschlossen. Die TVS lehnt Equality-Paare im Turnier-Tanzsport generell ab. Geschäftsstellen-Leiterin Susanne Varisco: «Bei zwei Männern oder zwei Frauen fehlt das Spiel zwischen Mann und Frau. Der Ausdruck, der beim Paartanz ursprünglich gedacht war, ist ein ganz anderer.»

«Kann auch zwischen zwei Männern knistern»

Alicia Parel von der Homosexuellen-Organisation Pink Cross findet das «absurd»; knistern könne es auch zwischen zwei Männern oder Frauen. «Es ist inakzeptabel und unverständlich, dass die Paare bei den Turnieren nicht teilnehmen dürfen. So schliesst man einen Teil der Bevölkerung aus.»

Homosexuelle Männer beim Paartanz.

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