Aktualisiert 05.01.2011 12:52

Schlechte Erfahrungen

Homosexuelle Profis sollen sich nicht outen

Die deutsche Nationaltorhüterin Ursula Holl ist bekennende Homosexuelle. Sie würde den Schritt in die Öffentlichkeit aber keinem Fussballer empfehlen.

von
fox
Die homosexuelle Ursula Holl rät gleichgesinnten Fussballern vom Outing ab.

Die homosexuelle Ursula Holl rät gleichgesinnten Fussballern vom Outing ab.

Statistisch gesehen hätte es im jeden Fussballteam mindestens einen homosexuellen Kicker. Von den hunderten Profis in den grössten Ligen der Welt, ist aber kaum einer bekannt. Zu hoch scheint die Angst vor negativen Schlagzeilen.

Diese Befürchtungen sind gemäss der deutschen Nationaltorfrau und Spielerin des FCR Duisburg berechtigt. Die 28-Jährige steht nach ihrem Outing zu ihrer Lebenspartnerin und hat diese geheiratet. Sie empfiehlt in der «Bild» trotzdem: «Ich würde keinem Fussballer raten, sich zu outen. Je mehr du von deinem Privatleben bekannt gibst, desto verletzlicher bist du. Und der Fan im Stadion kann sehr, sehr grausam sein. Diese öffentlichen Anfeindungen wären nur schwer auszuhalten.»

Auch Philipp Lahm äusserte sich im letzten Jahr ähnlich: «Der Spieler, der sich jetzt outen würde, der geht jedes Wochenende vor zigtausend Zuschauern seinem Job nach. Ein Guido Westerwelle spielt nicht jedes Wochenende vor 60.000 Zuschauern Fussball.» Schmährufe im Stadion wären fast vorprogrammiert.

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