Syrien-Krise: «Homs ist total zerstört»
Aktualisiert

Syrien-Krise«Homs ist total zerstört»

Die UNO-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos konnte während einer Stunde die drittgrösste syrische Stadt Homs besuchen - viel ist offenbar davon nicht mehr übrig.

Valerie Amos traf sich am 7. März mit dem syrischen Aussenminister Walid Mualem in Damaskus zu einem Gespräch.

Valerie Amos traf sich am 7. März mit dem syrischen Aussenminister Walid Mualem in Damaskus zu einem Gespräch.

Die syrische Armee hatte vergangenen Donnerstag nach wochenlangem Beschuss das von den Rebellen gehaltene Stadtviertel Baba Amro in Homs eingenommen. Auch dieses Viertel besuchte die UNO-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos am Mittwoch gemeinsam mit einem Team des syrischen Roten Halbmonds. Laut ihrer Sprecherin erschien ihr Homs «wie eine Stadt, die komplett geschlossen wurde». Sie habe sehr wenige Menschen gesehen, nur einige, die nach ihren Sachen suchten.

Die von der Opposition kontrollierten Stadtgebiete hatte Valerie Amos aus «Sicherheitsgründen» nicht sehen dürfen. Nach Angaben ihrer Sprecherin hörte Amos auch Gewehrfeuer.

Amos hält sich seit Mittwoch in Syrien auf. Die Behörden hatten ihr Ende Februar zunächst die Einreise verweigert. Amos will nach eigenen Angaben erreichen, dass Bedürftige ohne Einschränkung Zugang zu humanitärer Hilfe erhalten.

Angesichts der sich verschlechternden humanitären Lage in Syrien hatte sie sich für die Forderung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) nach einer täglichen Feuerpause zwischen den Konfliktparteien ausgesprochen. Staatschef Baschar al-Assad lässt seit März 2011 die Proteste gegen ihn blutig niederschlagen. Dabei starben tausende Menschen. (sda)

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