Aktualisiert 27.09.2004 09:39

Hongkong jagt Pinkler mit Kameras

Ein dringendes Bedürfnis am Strassenrand zu erledigen, ist in Hongkong teuer - und peinlich: Seit zwei Monaten wird in der chinesischen Sonderzone mit Überwachungskameras Jagd auf Urin-Sünder und andere Schmutzfinken gemacht.

29 Verfahren wegen Hygiene-Delikten wurden bereits eingeleitet, wie die Behörden am Montag mitteilten. Die Umweltverschmutzer müssen einem Zeitungsbericht zufolge bis zu 2.000 Hongkong-Dollar (210 Euro) Strafe zahlen. Das Überwachungsprogramm sei eine Reaktion auf die Sars-Krise im vergangenen Jahr.

An fünf Orten seien bisher Kameras aufgestellt worden, berichtete die «South China Morning Post». Seitdem seien sechs Männer des Entleerens ihrer Blase auf offener Strasse überführt worden, andere hätten illegal Müll entsorgt oder an verbotenen Orten Geschirr gespült.

Die Überwachungen sind nach Angaben der Hongkonger Regionalregierung nur ein Pilot-Projekt, das noch ausgeweitet wird. Bis zu 100 Kameras in 18 Bezirken Hongkongs sind geplant. (dapd)

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