Aktualisiert 16.05.2013 15:58

Die Luft ist raus

Hongkong trauert um seine Mega-Gummiente

Vom 16,5 Meter hohen Touristen-Magnet zum kläglichen Häufchen Gummi: Die riesige Badeente des holländischen Künstlers Florentijn Hofman ist auf ihrer Welttournee in Hongkong die Luft ausgegangen.

von
trx

Während knapp zwei Wochen erfreute das gelbe Gummi-Tier im Hafen Einwohner und Touristen. Geplagt von schlechtem Wetter, Vogelgrippe-Ängsten und einem Streik der Docker bot sie den Menschen in der Millionen-Metropole einen erfreulichen Kontrast. Laut der «South China Morning Post» half sie sogar dabei, den Zusammenhalt in der Stadt zu stärken und brachte die Menschen dazu, viele als selbstverständlich betrachtete Dinge schätzen zu lernen.

Installiert wurde sie am 2. Mai vom holländischen Künstler Florentijn Hofman – Schwestern und Brüder des gelben Geflügels schwammen schon in Sydney, Osaka, Auckland oder São Paulo.

«Vandalismus oder Zigistummel?»

Doch vor zwei Tagen begann die Luft aus der Hülle zu entweichen – bis die Ente schliesslich zu einer unansehnlichen Gummi-Omelette zusammensank. Sofort schossen die Spekulationen über die Gründe ins Kraut: Die Rede war von Vandalismus und von Festland-Chinesen, die absichtlich Zigarettenstummel auf die Ente schmissen – das chinesische Staatsfernsehen CCTV sah sich gar zu einer Erklärung genötigt. Scherzbolde spekulierten, die Ente sei aufgrund von durch die Luftverschmutzung verursachtem Lungenkrebs verendet.

Die Ursache des temporären Todes der geliebten «Rubber Duck» ist wohl weitaus banaler: Wind und starke Wellen brachten laut der Hafenbehörde die Ente dazu, die Luft zu verlieren. Nun wurde sie per Kran aus dem Wasser gehoben und soll nun im Trockendock reanimiert werden.

So liebte Hongkong seine Gummiente

(Quelle: YouTube/JJFO-1JJLIN)

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