Kommt jetzt der Konkurs? – Hongkonger Börse stoppt Handel mit Evergrande-Aktien
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Kommt jetzt der Konkurs?Hongkonger Börse stoppt Handel mit Evergrande-Aktien

Die Turbulenzen rund um den Milliarden-Konzern aus China reissen nicht ab. Kommt es nicht zu einer Übernahme, dürfte die Pleite nicht mehr zu umgehen sein.

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Nachdem die chinesische Regierung in den vergangenen Monaten gegen die lasche Kreditvergabe im Land vorgegangen war, geriet der Immobilien-Konzern Evergrande ins Wanken.

Nachdem die chinesische Regierung in den vergangenen Monaten gegen die lasche Kreditvergabe im Land vorgegangen war, geriet der Immobilien-Konzern Evergrande ins Wanken.

AFP
Nun hat die Börse Hong Kong den Handel mit Aktien von Evergrande ausgesetzt.

Nun hat die Börse Hong Kong den Handel mit Aktien von Evergrande ausgesetzt.

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Nach Angaben des «Wall Street Journal» warten im ganzen Land rund 1,4 Millionen Käufer auf den Bau oder die Fertigstellung von Evergrande-Wohnungen.

Nach Angaben des «Wall Street Journal» warten im ganzen Land rund 1,4 Millionen Käufer auf den Bau oder die Fertigstellung von Evergrande-Wohnungen.

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Darum gehts

  • In Hongkong wurde der Handel mit Wertpapieren von Evergrande ausgesetzt.

  • Der Handelsstopp könnte das endgültige Aus für den angeschlagenen Immobilien-Riesen aus China bedeuten.

  • Eine Übernahme könnte das Unternehmen vor dem Untergang retten. Kommt es nicht dazu, drohen herbe Konsequenzen für die Weltwirtschaft.

Der Handel mit Aktien des schwer angeschlagenen chinesischen Immobilienriesen Evergrande und seiner Hausverwaltung an der Börse in Hongkong ist ausgesetzt worden. Einen Grund nannte die Hongkonger Börse in ihrer Mitteilung am Montag nicht. Es ist das erste Mal in der jüngsten Liquiditätskrise des mit mehr als 300 Milliarden US-Dollar (258 Milliarden Euro) verschuldeten Unternehmens, dass der Handel mit seinen Aktien ausgesetzt wurde.

Evergrande schuldet vielen Kleinanlegern Geld

Wie der chinesische Online-Nachrichtendienst Cailian unter Hinweis auf informierte Kreise berichtete, will der chinesische Immobilienkonzern Hopson mit 51 Prozent eine Mehrheit an dem Hausverwaltungs-Arm Evergrande Property Services für mehr als 40 Milliarden Hongkong-Dollar (umgerechnet 4,4 Milliarden Euro) übernehmen. Der Cailian-Dienst gehört zur staatlichen chinesischen Zeitung «Securities Times».

Die Aktien von Hopson waren am Montag ähnlich wie die von Evergrande Group (EVG) und Evergrande Property Services vom Handel ausgesetzt. Vor dem Hintergrund von Zahlungsschwierigkeiten sind die Aktien der Evergrande Group in diesem Jahr schon um rund 80 Prozent gefallen.

Evergrande gilt als das weltweit am höchsten verschuldete Immobilienunternehmen. Der Konzern muss Geld auftreiben, um Banken, Zulieferer und Anleihegläubiger fristgerecht zu bezahlen. Zudem schuldet Evergrande Kleinanlegern, darunter vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mehrere Milliarden Dollar. Der Konzern ist so gross, dass einige Expertinnen und Experten eine «Ansteckungsgefahr» für die chinesische Wirtschaft und darüber hinaus befürchten.

Chinesische Regierung bereitet das Land auf eine Pleite vor

Erst vergangene Woche hatte Evergrande eine Bank-Beteiligung für zehn Milliarden Yuan (1,3 Milliarden Euro) verkauft, um sich etwas Luft zu verschaffen. Nach Presseberichten soll die Führung in Peking Lokalregierungen dazu aufgefordert haben, sich auf ökonomische und soziale Folgen einer möglichen Pleite des Konzerns einzustellen.

Nach Angaben des «Wall Street Journal» warten im ganzen Land rund 1,4 Millionen Käufer auf den Bau oder die Fertigstellung von Evergrande-Wohnungen. Die chinesische Regierung zögert aber, dem Immobilienriesen zu Hilfe zu kommen. Eigentlich will sie für Ordnung auf dem hoch spekulativen und boomenden Immobilienmarkt in China sorgen und könnte mit Evergrande ein Exempel statuieren wollen.

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(DPA/pme)

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