Hooligan-Apéro statt Match: FC-Thun-Fans protestieren
Aktualisiert

Hooligan-Apéro statt Match: FC-Thun-Fans protestieren

Die FC-Thun-Fans setzen mit einem Apéro während des ersten Auswärtsspiels ein Zeichen gegen das neue Sicherheitsreglement. YB-Fans rufen gar zum Boykott auf.

Die erste Halbzeit des heutigen Auswärtsspiels gegen Aarau findet für die Thuner Kicker ohne Hopp-Rufe ihrer Fans statt. Diese befinden sich dann nämlich an einem Hooligan-Apéro vor dem Eingang des Gästesektors.

Damit wollen sie friedlich gegen die neue Fan-Registrierung bei Auswärtsspielen demonstrieren. Nach der Pause darf die Mannschaft aber auf ihre Unterstützung im Stadion zählen, wie die Fans ankündigen.

Auch unter YB-Fans spitzt sich der Widerstand gegen das neue Reglement zu. «Es sind Aktionen für das Auswärtsspiel am Sonntag geplant», sagt YB-Fanclubchef Patrick Däppen. «Diese sollen aber überraschend sein.»

Tatsache ist, dass der Dachverband der YB-Fanclubs die neue Regelung boykottiert und die Spiele vom neutralen Sektor aus verfolgen will.

Dies planen auch die FC-Basel-Fans heute gegen YB. Offenbar wurden erst rund 35 Billette im Auswärtssektor verkauft. «Da wird wahrscheinlich die Hölle los sein», schätzt YB-Fan Däppen die Lage ein. Im Stadion wollen die Sicherheitskräfte versuchen, die Basel-Fans eng am Auswärtssektor zu platzieren und von den YB-lern abzuschirmen.

Sabrina Müller

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