Im Grossen Rat: Hooligan-Konkordat hat keine Chance
Aktualisiert

Im Grossen RatHooligan-Konkordat hat keine Chance

Das Hooligan-Konkordat wird in Basel nicht verschärft. Das Parlament hat die Vorlage deutlich verworfen.

von
Florian Schönmann
Mit 69 gegen 13 Stimmen bei zwei Enthaltungen entschied der Grosse Rat gestern, erst gar nicht auf die Vorlage einzutreten.

Mit 69 gegen 13 Stimmen bei zwei Enthaltungen entschied der Grosse Rat gestern, erst gar nicht auf die Vorlage einzutreten.

Mit 69 gegen 13 Stimmen bei zwei Enthaltungen entschied der Grosse Rat gestern, erst gar nicht auf die Vorlage einzutreten. Dennoch gab es vorher rund 20 Wortmeldungen. Für die Verschärfung sprachen sich nur die CVP und Teile der SVP aus. Die Gegner des Konkordats argumentierten, dass sich der sogenannte Basler Weg mit Prävention, Repression und Diskussion bewährt habe. Die vorgesehenen Verschärfungen seien kontraproduktiv und grundrechtlich fragwürdig. Mit dem Parlaments-Entscheid kommt es in Basel auch nicht zu einer Volksabstimmung. Auch im Kanton Baselland bahnt sich eine klare Abfuhr an: Die Debatte im Landrat ist nächste Woche traktandiert.

«Die SVP wird die Situation weiter kritisch beobachten.»

Thomas Gander, SP-Grossrat und Co-Leiter von Fanarbeit Basel, zeigt sich erfreut über das Resultat: «Die Debatte um das Konkordat ist in Basel sehr sachlich geführt worden. Ich hoffe, dass die kritischen Stimmen auch in anderen Kantonen gehört werden.» Anders beurteilt Joël Thüring (SVP) den Entscheid: «Es ist zu bedauern, dass die Mehrheit des Grossen Rates die rotblaue Brille nicht ablegte. Leider hat sich der Grosse Rat gegen präventive Massnahmen entschieden. Die SVP wird die Situation weiter kritisch beobachten.»

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