Das ist Karin Keller-Sutter: Hooligan-Schreck, Punk-Fan, «Blocher im Jupe»
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Das ist Karin Keller-SutterHooligan-Schreck, Punk-Fan, «Blocher im Jupe»

Karin Keller-Sutter (54) ist als FDP-Bundesrätin praktisch gewählt. Die Wilerin gilt als Hardlinerin und entdeckte in London den Punk und Margaret Thatcher.

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Karin Keller-Sutter will in den Bundesrat. Das hat sie am 9. Oktober in Wil SG bekannt gegeben.

Karin Keller-Sutter will in den Bundesrat. Das hat sie am 9. Oktober in Wil SG bekannt gegeben.

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Die Wilerin gilt als Asyl-Hardlinerin und hat sich im St. Galler Regierungsrat auch als Hooligan-Gegnerin einen Namen gemacht. Sie gilt als Kronfavoritin der FDP für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann.

Die Wilerin gilt als Asyl-Hardlinerin und hat sich im St. Galler Regierungsrat auch als Hooligan-Gegnerin einen Namen gemacht. Sie gilt als Kronfavoritin der FDP für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann.

Keystone/Gian Ehrenzeller
In der Kanti war sie noch links. «Wer war das nicht?», sagte Keller-Sutter einst im Interview mit Roger Schawinski.

In der Kanti war sie noch links. «Wer war das nicht?», sagte Keller-Sutter einst im Interview mit Roger Schawinski.

Keystone/Peter Klaunzer

Sie machte sich im St. Galler Regierungsrat als Asyl-Hardlinerin und Hooligan-Gegnerin einen Namen, wollte schon 2010 Bundesrätin werden und sagt von sich selbst, sie könne auch ganz sanft sein: Karin Keller-Suter ist die Kronfavoritin für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann.

In der Kanti war sie noch links – «Wer war das nicht?», sagte Keller-Sutter einst im Interview mit Roger Schawinski. Eine Reise nach London prägte sie: Neben ihrer Liebe für Punk («Ich war an mehr als einem Konzert von The Clash!») fand die junge Wilerin auch ihr politisches Vorbild: Margaret Thatcher, die «eiserne Lady» Grossbritanniens.

«Blocher im Jupe»

Politisch eiferte Keller-Sutter der Premierministerin künftig nach: Im Jahr 2000 wurde sie in den St. Galler Regierungsrat gewählt und übernahm das Justizdepartement. Dort schlug sie eine harte Gangart gegen Hooligans ein und setzte sich für eine strenge Asylpolitik ein. So positionierte sie sich als Hardlinerin. Bei der SVP stiess ihre Politik auf viel Zuspruch. «Sie ist ein Blocher im Jupe», sagte der Alt-Regierungsrat Silvio Bircher (SP) über Keller-Sutter.

Nach ihrer Niederlage bei der Bundesratswahl wurde sie 2011 in den Ständerat gewählt. Dort änderte sie ihren politischen Fokus auf Wirtschafts-, Sozial- und Aussenpolitik. Sie setzte sich engagiert gegen die Altersvorsorge 2020 ein – das Stimmvolk versenkte die Vorlage.

Karin Keller-Sutter ist mit dem Gerichtsmediziner Morten Keller verheiratet, Kinder haben die beiden keine. Die Bundesratskandidatin hat dafür aber ein enges Verhältnis zu ihrem Hund. Wenn sie mit ihm laufen gehe, rede sie mit ihrem Begleiter. «Er weiss alles über mich», so Keller-Sutter.

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