Aktualisiert 20.08.2013 22:52

RusslandHopp, Panzer!

In Russland hat vergangenes Wochenende zum ersten Mal ein Panzer-Biathlon stattgefunden. Kein Spass, sondern bitterer Ernst – und ein bisschen Philosophie.

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Achtung, fertig, los! Vier farbig bemalte Panzer des Typs T-72B bestritten vergangenen Samstag das Finale des ersten «Panzer-Biathlons», das auf dem Alabino-Militärgelände nördlich von Moskau stattfand. Wenig überraschend gewann Gastgeber Russland gegen die Konkurrenz aus Kasachstan, Armenien und Weissrussland. Das russische Panzer-Trio um Kommandant Nikolai Morokow kam nach 26 Minuten ins Ziel, das kasachische Team benötigte 52 Sekunden mehr, dahinter landeten die Mannschaften aus Weissrussland und Armenien. Als Siegprämie gab es einen Mini-Panzer.

Die Regeln der Verantaltung waren sehr simpel: Die vier Panzerbesatzungen hatten einen Hindernisparcours über Minenfelder, Hügel und Steilhänge zu überwinden. Sie mussten dabei auf Pappziele schiessen oder wurden selber von Helikoptern oder anderen Panzern beschossen. Wie im Ernstfall also.

USA zeigen Interesse an einer Panzer-WM

Andrej Worobew, Interims-Gouverneur der Region Moskau, erklärt: «Im weiteren Sinne ist das ein philosophischer Wettkampf, denn es geht auch um die Kinder, die unsere Waffen sehen und merken, wozu wir damit im Stande sind. Das weckt ihren Willen, sich der Armee anzuschliessen.» Auch Verteidigungsminister Sergej Schoigu befürwortet einen Ausbau des aussergewöhnlichen Biathlons: Im nächsten Jahr soll eine Weltmeisterschaft stattfinden, sagt er.

Granaten explodieren unkontrolliert

Die WM könnte zudem potenten Zuwachs erfahren. Der US-Abgesandte Taft Blackburn zeigte sich tief beeindruckt: «Ich bin mir nicht sicher, ob es schon eine Entscheidung gibt, aber Interesse besteht auf jeden Fall. Ich fand diese Veranstaltung einzigartig und ziemlich interessant.»

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