Hormone und Medikamente im Flusswasser
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Hormone und Medikamente im Flusswasser

Das Wasser der Steinach ist zum Teil stark mit Hormonen, Medikamenten und Röntgenkontrastmittel belastet: Das zeigt eine Untersuchung der Fliessgewässer im Kanton St. Gallen. Die Steinach trübt das ansonsten positive Bild der Wasserqualität.

Die Ergebnisse der Fliessgewässeruntersuchung 2004/2005 wurden am Donnerstag vom Baudepartement des Kantons St. Gallen publiziert. Das Amt für Umweltschutz hatte schwerpunktmässig im Gebiet von Thur und Sitter den biologischen Gewässerzustand beurteilt. Diese Tests ergänzten das Routineprogramm für die chemische Wasserqualtität.

Der Rheintaler- und Werdenberger Binnenkanal, der Alpenrhein, die Linth und der rechtsseitige Linth-Hintergraben erhalten gute Noten. Nicht in dieses positive Bild passt die Steinach, die grosse Mengen gereinigten Wassers (bei Niederwasser bis 90 Prozent) aus der Stadt St. Gallen sowie aus Wittenbach und Speicher aufnimmt.

Die gesetzlichen Anforderungen an den chemischen Zustand im Unterlauf der Steinach seien klar nicht erfüllt, teilt das Baudepartement mit. Zudem wurden im Steinach-Wasser stark erhöhte Werte für Medikamente, Röntgenkontrastmittel und Hormone gemessen. Noch 2006 soll eine Lösung zur Verbesserung vorgestellt werden.

Der biologische und chemische Zustand von Sitter und Thur im st. gallischen Teil wird von den Experten als gut bezeichnet. Im Necker ist die Wasserqualität sogar sehr gut. Etwas Sorge bereitet die Glatt; Investitionen in die Abwasserreinigung konnten sich noch nicht voll auswirken. Gleichwohl wurde die Wasserqualität besser. (sda)

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