Aktualisiert

Horrorexplosion in Nordkorea: 3'000 Tote

Bei einem verheerenden Zugunglück in Nordkorea sind zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden. Verlässliche Angaben über die Opferzahlen lagen vorerst keine vor. Südkoreanische Quellen sprachen von 3000 Toten oder Verletzten.

Nach Berichten südkoreanischer Medien kollidierten am Donnerstag am Bahnhof von Ryongchon 50 Kilometer südlich der Grenze zu China zwei mit Treibstoff beladene Züge. Durch die Wucht der anschliessenden Explosion sei der Bahnhof komplett zerstört worden.

Das Gelände um die Station sehe aus wie nach einer Bombardierung, hiess es in den südkoreanischen Berichten. Durch die Wucht der Explosion seien Teile der Züge kilometerweit durch die Luft geschleudert worden.

Zahlreiche Chinesen

Die Zahl der Opfer könne in die tausenden gehen, hiess es. Zahlreiche Verletzte seien über die Grenze nach Dandung in China gebracht worden. Unter ihnen hätten sich viele Chinesen befunden, die in der Grenzregion zu Nordkorea lebten.

Ranghohe südkoreanische Regierungsvertreter bestätigten, dass sich in Nordkorea eine gewaltige Explosion ereignet habe. Ursache und Art der Explosion seien noch unklar.

Die nordkoreanischen Behörden gingen laut Yonhap der Ursache des Unglücks nach und erklärten den Notstand. Der Agentur zufolge waren die internationalen Telefonverbindungen in die Unglücksregion im Nordwesten des Landes unterbrochen.

Die staatlichen nordkoreanischen Medien gingen zunächst nicht auf die Katastrophe ein. Nur wenige Stunden vor der Explosion hatte Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il auf seiner Rückreise von China den Unglücksbahnhof passiert.

Immer wieder schwere Bahnunglücke

Im Juni 1989 starben durch eine Gasexplosion im Bahnhof der Stadt Ascha Ufa in der ehemaligen Sowjetunion 645 Menschen. Im Januar 1990 kamen beim Zusammenstoss eines mit 1500 Menschen besetzten Personenzugs mit einem Güterzug in Pakistan mehr als 350 Menschen ums Leben.

361 Menschen starben im Februar 2002 in Ägypten bei einem Brand im Zug von Kairo nach Assuan. Vier Monate später wurden 288 Menschen in Tansania getötet, als ein Passagierzug entgleiste. Zuletzt starben bei einem Zugungück im Nordosten Irans im vergangenen Februar 320 Menschen bei der Explosion eines Zuges. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.