Mailand: «Hotel» im Abwasserkanal
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Mailand«Hotel» im Abwasserkanal

Gut versteckt unter dem Trottoir entdeckte die Mailänder Polizei ein Appartement, das an die Unterkunft in Charles Dickens' Roman «Oliver Twist» erinnerte.

Der Eingang des Mailänder «Hotel Botola» («Hotel Falltür») bestand in einer eisernen Luke im Trottoir. Nach Angaben der Polizei konnte über die Falltür nicht nur die städtische Kanalisation erreicht werden, sondern auch eine Unterkunft für arme Einwanderer.

Über 60 teils illegale chinesische Einwanderer - Männer, Frauen und Kinder - seien in dem Loch untergebracht gewesen, Matratze neben Matratze, ein Gasofen, zwei Toiletten, berichtete die Zeitung «La Repubblica» am Mittwoch. «Hier hätte alles in die Luft fliegen können», sagte ein Polizist.

Drei Monate altes Baby

Die Chinesen, grösstenteils Arbeiter in illegalen Schneidereien, zahlten 100 Euro Miete im Monat für ein Bett in der «Falltür-Pension». Wenn sie mit Kindern unterkommen wollten, waren es 200 Euro.

Der jüngste Mieter der traurigen Unterkunft, ein drei Monate altes Baby, wurde in einem kaputten Kleiderschrank entdeckt. Die Polizei nahm Ermittlungen gegen einen Chinesen und die italienische Besitzerin des Geländes auf.

(sda)

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