Wintereinbruch: Hotelgäste in Arosa reisen wegen Schnee früher ab
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WintereinbruchHotelgäste in Arosa reisen wegen Schnee früher ab

In den Bergen hat der Winter Einzug gehalten. Die Schneefallgrenze ist auf 1600 Meter gefallen.

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doz/bz
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Auf der Diavolezza im Oberengadin türmt sich der Schnee.

Auf der Diavolezza im Oberengadin türmt sich der Schnee.

Leser-Reporter
Es wurden 37 Zentimeter Neuschnee gemessen.

Es wurden 37 Zentimeter Neuschnee gemessen.

Leser-Reporter
In Celerina fiel genug Schnee, um einen Schneemann zu bauen.

In Celerina fiel genug Schnee, um einen Schneemann zu bauen.

Leser-Reporter

Der Sonntag startete kühl. Dazu gab es immer wieder Regengüsse, wie wie Klaus Marquardt von MeteoNews mitteilte. In den Bergen sank die Schneefallgrenze auf 1600 bis 1900 Meter, lokal konnte der Schnee aber auch in tiefere Lagen fallen. Dies liegt am dichten Niederschlag, der das Luftvolumen abkühlte.

Dass der Winter in den Bergen Einzug gehalten hat, merkte auch ein Leser aus Samedan. Das liegt auf rund 1700 Metern Höhe und war am Sonntagmorgen ganz in weiss getaucht. «Es schneit seit 7 Uhr stark», sagte er. Dabei möge er den Schnee eigentlich gar nicht. «Es ist mir aber egal, ich muss heute sowieso arbeiten und er wird auch schnell wieder weggeschmolzen sein.»

«Es ist auch so herrlich»

Auch eine Leserin auf der Diavolezza wurde vom Schnee überrascht. «Wir haben im Berghaus übernachtet. Eigentlich hatten wir ja ein Sommer-Wochenende geplant. Die Pläne haben sich jetzt aber geändert.» Am Morgen massen sie 37 Zentimeter Neuschnee. «Aber es ist auch so herrlich!»

In Arosa überraschte der Schnee Hotelgäste. «Heute morgen reisten einige Gäste gleich nach dem Frühstück ab. Sie hatten Angst, am Abend mit den Sommerpneus nicht mehr den Berg hinunterzukommen», berichtet Guido Lindemann von Garni The Lindemann's. Die Strassen seien mittlerweile aber aper. «Momentan schneit es nur noch leicht. In den Bergen oben ist aber alles weiss.»

Guido Lindemann filmte das Schneetreiben in Arosa am Sonntagmorgen:

Hotelgäste reisten früher ab

In den Bergen hat der Winter Einzug gehalten. Die Schneefallgrenze ist auf 1600 Meter gefallen und es schneit heftig.
(Video: Leser-Reporter)

Altweibersommer kehrt zurück

Der Schneefall Anfang September sei normal, sagt Beat Gruber, Gemeindeschreiber von Celerina GR, am Sonntagnachmittag. «Es hat zehn Zentimeter Schnee gegeben.» Zurzeit sei der Himmel aber strahlend blau. «Bis am Abend wird der grösste Teil des Schnees geschmolzen sein.»

Lang hält dieser Winterzauber nicht an. Bereits in der Nacht auf Montag wärmt sich die Luft wieder auf und zum Wochenstart bleiben nur noch ein paar Restwolken übrig. Von Westen her kommt dann die Auflockerung, wie Marquardt bestätigt. Am Montagnachmittag kann dann bereits mit viel Sonne und Temperaturen um die 15 bis 17 Grad gerechnet werden.

Altweibersommer erwartet

Im Verlauf der Woche klettert das Thermometer nach oben. Bereits am Dienstag wird es 18 bis 20 Grad warm und am Mittwoch wird die 20-Grad-Marke dann definitiv geknackt. Lokal kann es gegen Wochenende auch 25 Grad warm werden. Die Nullgrad-Grenze steigt auf über 4000 Meter.

Über das Wochenende muss mit einer kurzen Abkühlung gerechnet werden. Dann ziehen auch wieder mehr Wolken auf. Die Wetterverschlechterung hält aber nur kurz an und ein nächster Schub des Altweibersommers ist in der nächsten Woche bereits wieder zu erwarten.

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