Aktualisiert 14.09.2016 16:53

Fussball-Gala

Hoteliers bestürzt über Wegzug von Ballon d'Or

Die Fussball-Gala generierte Hunderte von Übernachtungen in Vier- und Fünfsterne-Hotels. Zürich Tourismus und Hoteliers bedauern den Wegzug dementsprechend.

von
20M

Bei Zürich Tourismus bedauert man es sehr, dass der Ballon d'Or nicht mehr in Zürich stattfindet, wie Sprecher Ueli Heer sagt: «Dieser Anlass hat uns vor allem im Fünfsterne-Bereich immer viele Übernachtungen generiert.» Schade sei auch, dass nach dem Freestyle ein zweiter Anlass mit weltweiter Ausstrahlung wegfalle: «Diese Veranstaltungen waren eine gute Werbeplattform für Zürich.»

Ähnlich wie bei Zürich Tourismus klingt es beim Zürcher Hotelier-Verein: «Wir bedauern den Wegzug sehr und beobachten die Entwicklung mit Sorge», sagt Präsident Martin von Moos. Immerhin habe man am Ballon d'Or Hunderte von Fussballern und Journalisten aus aller Welt beherbergt. «Auch wenn es nur eine Abendveranstaltung war, so generierte der Anlass doch mehrere tausend Logiernächte.»

Stadt überrascht von der Meldung

Möglicherweise habe die vorübergehende Schliessung des Kongresshauses zwecks Sanierung einen Einfluss auf den Wegzug des Ballon d'Or. Von Moos: «Umso wichtiger ist es, den Bau eines neuen Kongresszentrums auf dem Carparkplatz Sihlquai zügig voranzutreiben.»

Bei der Stadt Zürich zeigt man sich über die Meldung sehr überrascht, wie Sportminister Gerold Lauber (CVP) über seinen Sprecher Ralph Kreuzer ausrichten lässt: «Bisher haben wir vom Wegzug nur aus den Medien erfahren. Wir wurden von der Fifa nicht persönlich informiert.» Dies wundere ihn, da das Verhältnis mit der Fifa gut sei: «Sollte sich aber der Wegzug bewahrheiten, würden wir das sehr bedauern.»

Nicht so tragisch findet den Wegzug Grüne-Gemeinderat Marcel Bührig, selber Fussballfan und -hobbyspieler: «Der Anlass hat Zürich sicher bei Fifa-Funktionären bekanntgemacht, aber ich glaube kaum, dass deswegen mehr Touristen in unsere Stadt gekommen sind.» Im Übrigen werde Zürich nun einmal weniger mit der Fifa in Verbindung gebracht. Bührig: «Weit schlimmer finde ich hingegen, dass Freestyle.ch nach Bern umzieht – das ist im Gegensatz zum Ballon d'Or ein Anlass fürs breite Publikum.»

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