Fehlende Touristen - Hotellerie fordert Verlängerung der Härtefall-Massnahmen
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Fehlende TouristenHotellerie fordert Verlängerung der Härtefall-Massnahmen

Internationale Gäste werden wohl noch lange fehlen. Die gefährdeten Hotels müssten darum weiterhin unterstützt werden, fordern Branchenvertreter.

von
Patrick McEvily
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Die Schweizer Hotellerie leidet weiterhin unter den Folgen der Corona-Pandemie.

Die Schweizer Hotellerie leidet weiterhin unter den Folgen der Corona-Pandemie.

Tio/ 20 minuti
Der Verband HotellerieSuisse verlangt darum nun eine Verlängerung der Härtefallgelder bis Ende Jahr. Diese laufen Ende Juni aus.

Der Verband HotellerieSuisse verlangt darum nun eine Verlängerung der Härtefallgelder bis Ende Jahr. Diese laufen Ende Juni aus.

20min/Lynn Sachs
In einer Medienmitteilung warnt der Verband (hier Präsident Andreas Zülliger), dass durch die finanzielle Schieflage der Schweizer Hotels tausende Arbeitsplätze in Gefahr seien. Ausserdem würden wichtige Invesitionen in die Zukunft verpasst.

In einer Medienmitteilung warnt der Verband (hier Präsident Andreas Zülliger), dass durch die finanzielle Schieflage der Schweizer Hotels tausende Arbeitsplätze in Gefahr seien. Ausserdem würden wichtige Invesitionen in die Zukunft verpasst.

20 Minuten

Darum gehts

  • Im letzten November bewilligte das Parlament Härtefallgelder für die Schweizer Hotellerie.

  • Diese laufen Ende Juni aus.

  • Der Branchenverband fordert eine Verlängerung bis Ende Jahr. Ansonsten gerieten viele Hotels hierzulande in finanzielle Schwierigkeiten.

Nach wie vor bleiben die Schweizer Hotels leer. Der Branchenverband HotellerieSuisse geht davon aus, dass die meisten von ihnen dieses Jahr in finanzielle Schieflage geraten werden. Bis Ende Juni können sie noch Härtefallgelder vom Bund beziehen, ab dann wären sie aber – Stand jetzt – wieder auf sich selbst gestellt.

Abhilfe sollen darum weiterhin und bis Ende Jahr die Härtefallgelder leisten, die das Parlament im Januar bereits einmal verlängert hatte. Auch bei den Beschränkungen, wer Gelder erhält oder nicht, will Hotellerie Suisse Änderungen sehen. Der Verband fordert eine Ausweitung der Leistungsdauer auf 24 Monate, ausserdem sollen Zweitgesuche künftig möglich sein.

Den Hotels gehen die Reserven aus

Grund für die pessimistischen Prognosen sind vor allem die ausbleibenden Geschäftsreisen. Zwar haben in den vergangenen Monaten mehr Schweizerinnen und Schweizer im eigenen Land Ferien gemacht, doch diese alleine reichen nicht, um das Fehlen der internationalen Kundschaft auszugleichen. Experten rechnen frühestens ab dem Jahr 2022 wieder mit einer Normalisierung. Die Fluggesellschaft Swiss hat vor kurzem einen Verlust von 201 Millionen Franken im ersten Quartal 2021 bekannt gegeben.

Dieses Jahr droht gemäss HotellerieSuisse darum vielen Betrieben das Geld auszugehen. Der Verband sieht neben der eigenen Zielgruppe auch den Tourismus als Ganzes sowie den Detailhandel und die Zulieferer als stark gefährdet an. Tausende Arbeitsplätze seien betroffen. In einer Medienmitteilung merken die Branchenvertreter zudem an, dass die hiesigen Hotels durch die aktuelle Krise auch wichtige Investitionen für die Zukunft verpassen würde.

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