Reisebranche: Hotelplan ist nicht im Plan
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ReisebrancheHotelplan ist nicht im Plan

Hotelplan hat das vergangene Geschäftsjahr zum vierten Mal in Folge mit roten Zahlen abgeschlossen. Ein Debakel im Italien-Geschäft drückte die Firma sogar noch tiefer ins Minus.

Die angespannte Wirtschaftslage in Italien und Grossbritannien macht Hotelplan zu schaffen.

Die angespannte Wirtschaftslage in Italien und Grossbritannien macht Hotelplan zu schaffen.

Sparbemühungen, mit denen die Migros-Reisetochter Hotelplan wieder profitabel werden soll, konnten den finanziellen Negativtrend angesichts eines Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende Oktober) nicht aufhalten. Die Verkäufe sanken um 13,5 Prozent auf 1,2 Mrd. Franken, wie Hotelplan am Freitag mitteilte.

Teils währungsbedingt tiefere Verkaufspreise und die angespannte Wirtschaftslage in Italien und Grossbritannien, wo Hotelplan Reisen anbietet, beschäftigten Hotelplan. Der Verkauf des krisengeschüttelten Geschäfts in Russland während des Berichtsjahres trug zum Umsatzrückgang bei.

Der Betriebsverlust weitete sich in der Folge von 19,4 Mio. auf 25,9 Mio. Fr. aus. Ohne Sonderfaktoren, darunter Abschreibungen und die Belastung aus dem Konkurs der Airline Hello von 1 Mio. Franken, kommt Hotelplan auf einen Betriebsverlust von 4,8 Mio. Fr. (Vorjahr: -1,3 Mio. Franken). Dies, obwohl sich das Schweizer Geschäft operativ positiv entwickelte.

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Sorgenkind Italien

In Italien erlebte Hotelplan ein Debakel. So brach der Umsatz im Krisenland um 38,5 Prozent auf 108,1 Mio. Euro ein. Auch hausgemachte Probleme plagen das Geschäft, wie Finanzchef Markus Glesti sagte. Zudem sei das Umfeld in Italien «unternehmensfeindlich». Der Betriebsverlust verdoppelte sich auf 20,6 Mio. Euro.

Die Restrukturierung ist angesichts der strengen italienischen Arbeitsmarktgesetze für Hotelplan teuer. Von ursprünglich 306 Mitarbeitern werden laut Unternehmenschef Thomas Stirnimann schliesslich noch 95 bleiben. Weil diese Entlassungen teuer sind, werde Hotelplan Italia auch im laufenden Geschäftsjahr rote Zahlen schreiben.

Hotelplan will die Ländergesellschaft aber behalten: «Wir hatten in Italien sehr gute Jahre», sagte Stirnimann. Hotelplan habe in Italien eine Positionierung als Premiumanbieter. Darauf lasse sich wieder etwas aufbauen. Auch technologisch sei Hotelplan in Italien der Konkurrenz voraus. (sda)

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