Aktualisiert 18.04.2019 14:33

Gebühr für BuchungenHotels zahlen 170 Mio. Franken an Online-Portale

Ob Booking, Expedia oder HRS – die Zahl der Hotelbuchungen über Plattformen im Netz steigt. Das kommt die Schweizer Hotels teuer zu stehen.

von
Dominic Benz
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Die Abhängigkeit der Schweizer Hotels von Online-Buchungsportalen wie Booking, Expedia oder HRS wächst.

Die Abhängigkeit der Schweizer Hotels von Online-Buchungsportalen wie Booking, Expedia oder HRS wächst.

Keystone/Gaetan Bally
Davon profitieren die Online-Portale: Insgesamt zahlten die Schweizer Hotels im letzten Jahr Kommissionen in der Höhe von rund 170 Millionen Franken.

Davon profitieren die Online-Portale: Insgesamt zahlten die Schweizer Hotels im letzten Jahr Kommissionen in der Höhe von rund 170 Millionen Franken.

Keystone/Dominic Favre
Das dürfte mit dem gestiegenen Marktanteil der Buchungsportale und dem deutlich höheren Beherbergungsumsatz zu tun haben.

Das dürfte mit dem gestiegenen Marktanteil der Buchungsportale und dem deutlich höheren Beherbergungsumsatz zu tun haben.

Keystone/Jean-christophe Bott

Viele Hotelgäste buchen ihre Übernachtungen mit ein paar Klicks im Internet. Davon profitieren Online-Buchungsplattformen wie Booking, Expedia oder HRS: Insgesamt zahlten die Schweizer Hotels im letzten Jahr Kommissionen in der Höhe von rund 170 Millionen Franken an die Buchungsportale. Das zeigt eine Umfrage der Fachhochschule Westschweiz Wallis und des Branchenverbands Hotelleriesuisse.

Damit haben die Hotels insgesamt 20 Millionen Franken mehr bezahlt als in den beiden Jahren zuvor. Das dürfte mit dem gestiegenen Marktanteil der Buchungsportale und dem deutlich höheren Beherbergungsumsatz zu tun haben. Pro Hotel belaufen sich die Gebühren im letzten Jahr auf geschätzte 61'000 Franken.

Abhängigkeit wächst

Für die Hotelbranche wächst die Abhängigkeit von den Buchungsportalen im Netz. Im letzten Jahr wurden 28 Prozent der hiesigen Logiernächte über Booking, Expedia oder HRS gebucht. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg von 0,3 Prozent.

Heute werden zwei von fünf Buchungen online getätigt. Dabei lag der Anteil der Buchungen direkt auf der Website der Hotels bei 8,5 Prozent. Das entspricht einer leichten Zunahme von 0,3 Prozent. Die restlichen Buchungen nehmen die Hotelgäste bei den bekannten Online-Portalen vor. Booking, Expedia und HRS haben unter den Online-Reiseplattformen einen Marktanteil von 94 Prozent.

Unbehagen bei den Hotels

Die Macht der Onlineportale sorgt bei den Schweizer Hotels für Unbehagen. Vier Fünftel der Unterkünfte fühlen sich etwa von Booking teilweise oder völlig abhängig. Zudem haben zwei Drittel der Hotels den Eindruck, dass die Plattformen nicht transparent nachvollziehbar offenlegen, wie die Hotel-Rankings zustande kommen.

2018 haben die Schweizer Hotels einen Höchststand bei den Logiernächten verbucht. Gegenüber dem Vorjahr nahmen die Nächte um 3,8 Prozent auf 38,8 Millionen Nächte zu.

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