Wegen Coronavirus: Hotline für verunsicherte Hundebesitzer
Aktualisiert

Wegen CoronavirusHotline für verunsicherte Hundebesitzer

Ein Tierheim hat eine Corona-Hotline für Hundebesitzer eingerichtet. Verunsicherte Hundehalter können sich beraten lassen.

von
gab

Der Tierheimleiter Livio Vetsch erklärt den sicheren Transport für die Tierarztbesuche. (Video: Ferienhunde Grabs)

Das Coronavirus wirft auch bei Hundehaltern Fragen auf. Einige sind besorgt, dass auch die Tiere am Virus erkranken könnten. Livio Vetsch, der Leiter des Tierheims «Ferienhunde Grabs» in Grabs SG beantwortet Fragen auf der kostenlose Corona-Hotline seiner Tierpension. «Das Telefon klingelt regelmässig», so Vetsch.

«Es ist noch nicht nachgewiesen, dass Hunde am Virus erkranken können», beruhigt Vetsch. Doch Vetsch geht davon aus, dass die Unsicherheit bei Haustierbesitzern noch steigen wird. Er erhalte jetzt schon viele Anfragen von Haltern, die unsicher sind, ob sie noch mit den Hunden Gassi gehen dürfen. Klar ist, dass man nicht in grösseren Personengruppen mit den Hunden spazieren gehen darf.

1 / 7
Die Hundepension Ferienhunde Grabs bietet für Hundebesitzer eine kostenlose Corona-Hotline an.

Die Hundepension Ferienhunde Grabs bietet für Hundebesitzer eine kostenlose Corona-Hotline an.

Ferienhunde Grabs
Viele Besitzer seien nun wegen des Coronavirus bezüglich der Hundehaltung verunsichert.

Viele Besitzer seien nun wegen des Coronavirus bezüglich der Hundehaltung verunsichert.

Ferienhunde Grabs
Die Hotline erreicht man unter 079 175 36 69. Die Beratung ist kostenlos.

Die Hotline erreicht man unter 079 175 36 69. Die Beratung ist kostenlos.

Ferienhunde Grabs

Eine weitere verbreitete Sorge bei Hündelern betreffe Tierarztbesuche. Um Haltern aus der Risikogruppe in der Region helfen zu können, bietet Vetsch einen Transportservice an. «Für die Transporte haben wir speziell ausgestattete Fahrzeuge mit eingebauten Boxen», so Vetsch. Mit Handschuhen und Schutzkleidung sorge man dafür, dass man so wenig wie möglich in direkten Kontakt mit den Hunden tritt. «Durch die Boxen berühren die Hunde weder die Mitarbeiter noch die Einrichtungen des Autos», sagt Vetsch. «Wir desinfizieren regelmässig das ganze Auto mit speziellem Desinfektionsmittel.»

Der Transportservice sei kostenlos. «Das bisschen Benzin tut mir nicht weh. Ich finde es wichtiger, solidarisch zu sein», sagt Vetsch.

Dass Nachbarn von Hundebesitzern die Tiere zum Veterinär bringen, empfiehlt Vetsch nicht. «Es ist schön, wenn sie helfen wollen, doch vielen fehlen sowohl Fachwissen als auch die geeigneten Transportboxen.» Da seien viele rasch überfordert, gerade auch wenn es darum gehe, sich vor der Übertragung einer Krankheit zu schützen.

Sonderbewilligung angefragt

Laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) darf die Hundepension keine Haustiere von unter Quarantäne gestellten Personen zu Tierarztbesuchen transportieren. Diese müssen sich für das Abstimmen des weiteren Vorgehens beim Tierarzt melden. Vetsch will aber auch den möglicherweise infizierten Hundebesitzern helfen. «Ich habe eine Sonderbewilligung beantragt, damit wir auch den infizierten Hundebesitzern helfen können», so der Tierheim-Leiter.

Unterdessen berät Vetsch Hundehalter am Telefon. «Wir sind zwar keine Veterinäre oder eine Behörde. Doch wir wollen mit unserem jahrelangen Wissen den Menschen helfen und den Hundebesitzern die Unsicherheit nehmen», sagt Vetsch.

Bei Fragen bezüglich der Hundehaltung und Coronavirus erreichst du die Gratis-Hotline unter der Nummer: 079 175 36 69.

Deine Meinung