Sommerferien in der Schweiz - Hotspots in den Schweizer Bergen könnten bald ausgebucht sein
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Sommerferien in der SchweizHotspots in den Schweizer Bergen könnten bald ausgebucht sein

Unwetter, Corona – die Schweizer Bevölkerung ist verunsichert und bleibt in den Sommerferien wieder vermehrt hier. St. Moritz erwartet mehr Schweizer Touris als im Vorjahr, als Fernreisen nicht möglich waren.

von
Fabian Pöschl
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Schweizer Touristen zieht es in den Sommerferien wieder in die Berge.

Schweizer Touristen zieht es in den Sommerferien wieder in die Berge.

Getty Images/iStockphoto
In ausländischen Touri-Hotspots wie Mallorca schiessen die Corona-Inzidenzen nach oben.

In ausländischen Touri-Hotspots wie Mallorca schiessen die Corona-Inzidenzen nach oben.

REUTERS
Das Hochwasser macht auch wenig Lust aufs Tal.

Das Hochwasser macht auch wenig Lust aufs Tal.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Corona und das vergangene Unwetter haben die Ferienplanung verkompliziert.

  • Viele bleiben deshalb in der Schweiz.

  • Besonders beliebt sind Ferien in den Bergen.

In den Ferienregionen Spanien und Griechenland schiessen die Corona-Inzidenzen nach oben. Die Pandemie erschwert die Reiseplanung erheblich. Deshalb will nur 29 Prozent der Bevölkerung Ferien im Ausland machen. Das ergab eine Umfrage des Onlinereisebüros Ebookers mit 1000 Personen, die 20 Minuten exklusiv vorliegt.

Die Verunsicherung ist gross. 52 Prozent planen zwar Sommerferien, fast die Hälfte davon will aber in der Schweiz verreisen. Immerhin könnten sie nach dem langen Gewitter für ein paar Tage die Sonne geniessen. Doch wie lange es trocken bleibt, ist unklar, die Erinnerungen ans vergangene Unwetter dürfte vielen noch in den Knochen stecken.

Deshalb melden sich jetzt viele Gäste, die schon gebucht haben und sich nach der Unwetterlage erkundigen, wie eine Sprecherin von Luzern Tourismus sagt. «Einige Gäste hatten wohl auch die Bilder aus Deutschland gesehen und wollten sich vergewissern, dass die Lage bei uns weniger prekär ist», sagt sie weiter.

Stadthotels trifft es besonders hart

Eine stabile Wetterlage wäre für die Hotels wichtig, da die Gäste wegen Corona schon sehr kurzfristig buchten, sagt die Sprecherin von Luzern Tourismus. Zudem fehlen den Hotels nach wie vor die Gäste aus den Fernmärkten, wie eine Sprecherin von Hotelleriesuisse sagt. Besonders hart betroffen seien die Stadthotels, die besonders von ausländischen Gästen abhängig sind.

Nur dank Gästen aus der Schweiz und den Nachbarländern gab es eine leichte Erholung, die wegen des Unwetters aber schon wieder vorbei war. «Die Buchungen stagnieren aufgrund der Hochwasserlage», sagt Ernst Weiss, Direktor des Seehotels Waldstätterhof in Brunnen. Jetzt erwarte er aber einen guten Sommer.

Hotels erlauben Mehrfachbuchungen dank Corona

Die vergangenen Unwetter dürften das Buchungs- und Reiseverhalten der Schweizer aber nicht grundsätzlich verändert haben, wie der Tourismusexperte Jürg Stettler von der Hochschule Luzern (HSLU) sagt. «Wer Ferien in der Schweiz macht, geht bevorzugt in die Berge. Die Top-Angebote in den Berggebieten könnten deshalb bald ausgebucht sein», so Stettler.

Wegen den dank Corona kurzfristigen Stornierungsmöglichkeiten könnten die Gäste Mehrfachbuchungen vornehmen. Das sei aber aus Sicht der Hoteliers problematisch, weil sie dadurch kurzfristige Annullationen hätten, so Stettler.

In St. Moritz läufts besser als im Vorjahr

In den Bergen ist man happy. «Im Engadin und den Südtälern gibts aktuell kein Unwetter, wir sind verschont geblieben», sagt Jan Steiner, Geschäftsleitungsmitglied von Engadin St. Moritz Tourismus. Deshalb liefen die Hotellerie und Camping im Engadin und St. Moritz trotz der fehlenden internationalen Gäste besser als im Vorjahr.

Der Buchungsstand für die letzte Juliwoche und die erste Augustwoche ist laut Steiner sehr gut. Aktuell seien in den Hotels wie auch in den Ferienwohnungen aber noch in allen Kategorien Zimmer verfügbar.

Schweiz Tourismus rät zu frühzeitigen Buchungen

Ferienwohnungen sind wie schon letzten Sommer extrem beliebt. Hier lohnen sich frühzeitige Buchungen, wie eine Sprecherin von Schweiz Tourismus schreibt. Kurzfristig finde man aber auch noch Hotelangebote, insbesondere in den Städten. Die Marketingorganisation empfiehlt wegen eines allfälligen neuen Unwetters, sich vor Ort über die aktuelle Gefahrensituation zu informieren. Die Schweiz sei aber ein grundsätzlich sicheres Land. Sollte das Wetter nicht so gut sein, gebe es viele Angebote wie Museen, Höhlen oder Schlösser, die man bei jedem Wetter besuchen könne.

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