Aktualisiert 01.11.2016 15:54

Haus ausgebranntHoverboard explodiert – Familie verklagt Amazon

Weil der Hersteller des Rollers nicht ausfindig gemacht werden konnte, verklagt eine Familie den Online-Händler auf 30 Millionen Dollar Schadensersatz.

von
lia
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Dieses Haus im US-Bundesstaat Tennessee brannte nieder, weil der Akku eines Hoverboards explodierte. Die sechsköpfige Familie, die darin lebte, konnte nur noch ihre Autos, eine Handvoll Bücher sowie ein paar Fotos retten.

Dieses Haus im US-Bundesstaat Tennessee brannte nieder, weil der Akku eines Hoverboards explodierte. Die sechsköpfige Familie, die darin lebte, konnte nur noch ihre Autos, eine Handvoll Bücher sowie ein paar Fotos retten.

Facebook / Nashville Fire Department
Monatelang suchte die Familie zusammen mit ihrem Anwalt nach dem Hersteller des defekten E-Rollers - ohne Erfolg.

Monatelang suchte die Familie zusammen mit ihrem Anwalt nach dem Hersteller des defekten E-Rollers - ohne Erfolg.

Facebook / Nashville Fire Department
Nun haben die Amerikaner eine Klage gegen den Online-Händler Amazon, bei dem sie das Hoverboard bestellt hatten, sowie gegen neun Tochtergesellschaften eingereicht. Sie fordern 30 Millionen Dollar Schadensersatz.

Nun haben die Amerikaner eine Klage gegen den Online-Händler Amazon, bei dem sie das Hoverboard bestellt hatten, sowie gegen neun Tochtergesellschaften eingereicht. Sie fordern 30 Millionen Dollar Schadensersatz.

Eine sechsköpfige Familie aus dem US-Bundesstaat Tennessee konnte sich Anfang Januar dieses Jahres gerade noch aus dem Haus retten, bevor es komplett niederbrannte. Ursache für das Feuer soll laut Ermittlungen der Feuerwehr ein explodierter Akku eines Hoverboards gewesen sein, dass eines der Kinder zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte.

Bei dem Unglück verlor die Familie nicht nur ihr Haus im Wert von einer Million Dollar, sondern auch das ganze Hab und Gut. «Das Einzige, das ihnen geblieben ist, sind ihre Autos, eine Handvoll Bücher und ein paar Fotos, die sie nach dem Löschen in den Trümmern fanden», zitiert die lokale Newsplattform Tennessean.com den Anwalt der Geschädigten.

«Amazon kannte die Gefahr»

Monatelang suchte die Familie zusammen mit ihm nach dem Hersteller des defekten Elektrorollers – ohne Erfolg. Nun haben die Amerikaner eine Klage gegen den Online-Händler Amazon, bei dem sie das Hoverboard bestellt hatten, sowie gegen neun Tochtergesellschaften eingereicht. Sie fordern 30 Millionen Dollar Schadensersatz.

Die Begründung des Anwalts: «Die Familie geht davon aus, dass Amazon und die Tochterunternehmen Informationen über die Gefährlichkeit des Produkts hatten.» Tatsächlich hatte der Online-Händler chinesische Hoverboards kurz nach dem Kauf und vor dem Brand aus dem Sortiment genommen. Aussichtslos ist der Fall nicht: In Tennesse können Lieferanten zur Rechenschaft gezogen werden, wenn der Hersteller nicht auffindbar ist.

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