Aktualisiert 20.07.2005 02:07

HP in der Tinte: 14 500 Stellen weg

Der US-Computerhersteller Hewlett- Packard (HP) streicht innerhalb von eineinhalb Jahren weltweit 14 500 Stellen.

Der amerikanische Computerhersteller Hewlett-Packard will in den nächsten eineinhalb Jahren 14.500 Stellen streichen - rund zehn Prozent seiner gesamten Belegschaft. Der massive Jobabbau ist Teil eines umfassenden Umstrukturierungspakets, mit dem der Konzern jährlich bis zu 1,9 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro) Kosten einsparen und seine Gewinne wieder verbessern will. Für Mitarbeiter in den USA, die schon länger bei HP beschäftigt sind, plant das Unternehmen Vorruhestandsregelungen.

Die Kosten für die Umstrukturierungen veranschlagt das in Palo Alto in Kalifornien ansässige Unternehmen auf 1,1 Milliarden Dollar in den nächsten sechs Quartalen. Im Kerngeschäft mit Druckern ist der HP-Marktanteil in den USA im ersten Quartal dieses Jahres um zwölf Prozent auf 35 Prozent gefallen. Unter Druck geraten ist HP durch Firmen wie Lexmark oder Dell.

Vor einem halben Jahr war die langjährige Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina überraschend entlassen worden. Begründet wurde der Rauswurf der bekanntesten Managerin der Welt mit der schleppenden Umsetzung von Sparmassnahmen. Ausserdem war der Umsatz nicht so schnell gestiegen wie ursprünglich erwartet. Vor ihrer Entlassung war Fiorina wiederholt von Analysten wegen ihrer ehrgeizigen Expansionspläne kritisiert worden. Sie wollte das Unternehmen, das vor allem mit Druckern bekannt geworden ist, in einen Beratungskonzern umwandeln. Die Übernahme des Konkurrenten Compaq im Jahr 2002 hatte Fiorina gegen den erbitterten Widerstand von Aktionären und Verwaltungsrat durchgesetzt.

(dapd)

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