Sparrunde: HSBC baut bis zu 50'000 Jobs ab
Aktualisiert

SparrundeHSBC baut bis zu 50'000 Jobs ab

HSBC tritt auf die Sparbremse. Die Grossbank will Geschäftsteile verkaufen. Zehntausende Mitarbeiter bangen um ihre Stellen.

Die HSBC plant den Abbau von vielen Stellen.

Die HSBC plant den Abbau von vielen Stellen.

Europas grösste Bank HSBC streicht im Zuge ihres drastischen Sparkurses bis zu 50'000 Stellen. Bis Ende 2017 sollen die jährlichen Kosten um bis zu 5 Milliarden Dollar gesenkt werden. Das wären mehr als zehn Prozent der Kosten.

Die traditionell in Asien stark verankerte Bank kündigte am Dienstag in Hongkong an, ihre Brasilien- und Türkeigeschäfte verkaufen zu wollen. Damit würden bis zu 25'000 Arbeitsplätze wegfallen. Etwa noch einmal so viele Jobs würden zudem durch Zusammenlegungen im IT- und Dienstleistungsbereich sowie Filialschliessungen gekürzt.

Abbau in Genf

Zudem will HSBC das Investmentbanking verkleinern. Der Bestand risikogewichtiger Anlagen wird um 290 Milliarden Dollar reduziert. HSBC hatte bereits in den vergangenen Jahren Zehntausende Stellen gekürzt. Derzeit beschäftigt Europas grösste Bank 266'000 Mitarbeiter, davon 48'000 in Grossbritannien.

Die Tochtergesellschaft HSBC Private Bank (Suisse) hatte Ende April angekündigt, in Genf bis 2017 rund 260 Arbeitsplätze abzubauen. Davon betroffen ist vor allem der Back-Office-Bereich.

Verkauf von Geschäftsteilen

Die Ankündigung des britischen Instituts gab einen Ausblick auf den zweiten grossen Strategieplan des Anfang 2011 angetretenen HSBC-Chefs Stuart Gulliver. Weitere Details sollten im Laufe des Tages folgen. Gulliver hat den Fokus auf den Verkauf von Geschäftsteilen und massive Einsparungen gelegt. (sda)

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