Aktualisiert 24.02.2015 12:38

Stuart Gulliver

HSBC-Chef versteckte Geld auf Schweizer Konto

Der HSBC-Generaldirektor Stuart Gulliver hat auf einem Schweizer Bankkonto Gehaltszulagen deponiert. Das Konto wurde im Namen einer Firma aus Panama eröffnet.

HSBC-Chef Stuart Gulliver besitzt ein Bankkonto in der Schweiz. (Archivbild)

HSBC-Chef Stuart Gulliver besitzt ein Bankkonto in der Schweiz. (Archivbild)

Der Generaldirektor der britischen Bank HSBC, Stuart Gulliver, besitzt seit 1998 ein Schweizer Bankkonto. Dies bestätigte eine Sprecherin der Bank, nachdem die britische Zeitung «The Guardian» am Sonntag davon berichtet hatte.

Gulliver habe das Konto gebraucht, um darauf Gehaltszulagen zu deponieren, sagte die Sprecherin. Es sei aus Gründen der Vertraulichkeit im Namen einer Firma aus Panama eröffnet worden, als Gulliver in Hongkong lebte und arbeitete.

Keinerlei Steuervorteile

Das Konto sei bei den britischen Steuerbehörden deklariert worden, sagte die Sprecherin weiter. Gulliver habe von keinerlei Steuervorteilen profitiert. Wieviel Geld der Generaldirektor auf dem Konto hat, sagte die Sprecherin nicht.

Laut «The Guardian» soll Gulliver im Jahr 2007 auf dem Schweizer Bankkonto 7,6 Mio. Dollar gehabt haben. Im Artikel wird allerdings nirgends suggeriert, dass Gulliver illegal gehandelt hat.

Weniger Gewinn im Jahr 2014

HSBC hat 2014 wegen einer Reihe von Strafzahlungen sowie steigenden Kosten und einem flauen operativen Geschäft deutlich weniger verdient. Unter dem Strich ist der Gewinn um 15 Prozent auf 13,7 Milliarden US-Dollar gefallen.

Die Erträge stagnierten bei rund 62 Mrd. Dollar, wie die Bank am Montag in London mitteilte. Experten hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet. An der Londoner Börse fielen HSBC-Aktien daraufhin um knapp sechs Prozent. (sda)

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