HSLU-Abschlussfilm an der Berlinale nominiert

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Bären und FrauenHSLU-Abschlussfilm an der Berlinale nominiert

Der Dokumentarfilm «Ours» von Morgane Frund aus Lausanne läuft im Februar im Wettbewerb an der Berlinale. Damit werden am renommierten Festival in Deutschland zwei HSLU-Filme zu sehen sein.

von
Daniela Gigor
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Die Basis für den Film «Ours» bilden Aufnahmen von Bären in der Wildnis Russlands und Alaskas. 

Die Basis für den Film «Ours» bilden Aufnahmen von Bären in der Wildnis Russlands und Alaskas. 

Hochschule Luzern 
Filmemacherin Morgane Frund und ihr Protagonist im Gespräch.

Filmemacherin Morgane Frund und ihr Protagonist im Gespräch.

Hochschule Luzern
Die Hochschule Luzern (HSLU) an der Zentralstrasse beim Bahnhof.

Die Hochschule Luzern (HSLU) an der Zentralstrasse beim Bahnhof.

Hochschule Luzern

Darum gehts

  • Im Februar wird an der Berlinale im Kurzfilm-Wettbewerb ein Dokumentarfilm der HSLU gezeigt.

  • Es handelt sich um «Ours» von Morgane Frund. 

  • Im Dezember 2022 hatte die Berlinale bereits die Nomination des Films «Crushed» bekannt gegeben.

Die Berlinale in Deutschlands Hauptstadt gilt als eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt. Nun kommt dort ein Film der Hochschule Luzern (HSLU) zu Ehren: Nämlich der 19-minütige Dokumentarfilm «Ours» von Morgane Frund. Er handelt von einem Schweizer Amateurfilmer, der in der Wildnis Russlands und Alaskas jahrelang Bären gefilmt hat. Auf der Suche nach jemandem, der sich dem Schnitt aus dem umfangreichen Material annimmt, kontaktiert er die HSLU. Video-Studentin Morgane Frund meldet sich auf die Anfrage, sie macht das Projekt zu ihrer Bachelorarbeit. Doch beim Digitalisieren des Archivs entdeckt sie, dass auf den Bändern nicht nur Bären zu sehen sind, sondern auch Frauen, die ohne deren Wissen gefilmt wurden. Wie soll sie mit dem Fund umgehen, die Bilder ignorieren oder die Arbeit abbrechen?

«Wir haben einander zugehört, doch Antworten haben wir keine gefunden.»

Morgane Frund, Filmemacherin

Morgane Frund beschliesst stattdessen, das Projekt in eine andere Richtung zu lenken und konfrontiert den Amateurfilmer mit den heimlich gedrehten Aufnahmen. Zwischen den Beiden entspinnt sich eine Diskussion um die Macht des Blicks und seiner voyeuristischen Gewalt. «Ich hoffte, mein Protagonist und ich, wir würden uns auf halbem Weg begegnen und gemeinsam Antworten finden auf das Unbehagen, das der ‹male gaze› (ein männlicher Blick) erzeugt», sagt Frund. «Wir haben einander zugehört, doch Antworten haben wir keine gefunden.» Umso wichtiger sei ihr deshalb, dass der Film als Ausgangspunkt für eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema diene, teilte die HSLU am Freitag weiter mit. 

«Ours» gewann im November einen Preis in Winterthur 

Mit «Ours» ist die HSLU nun mit zwei Filmen an der kommenden Berlinale vom 16. bis 26. Februar vertreten. Die Festivalleitung gab Mitte Dezember die Nomination von «Crushed» bekannt. Der acht Minuten lange essayistische Dokumentarfilm von Ella Rocca aus Wettswil (ZH) ist in der Kategorie «Generation 14plus» nominiert. «Ours» von Morgane Frund aus Lausanne läuft im Kurzfilm-Wettbewerb «Berlinale Shorts». Der Film entstand 2022 als Abschlussarbeit im Bachelor Video und feierte seine Festivalpremiere im November 2022 an den Winterthurer Kurzfilmtagen, wo er einen Preis gewann.

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