Accessoires und Prothesen: HSLU bildet bald Schmuckdesigner 2.0 aus
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Accessoires und ProthesenHSLU bildet bald Schmuckdesigner 2.0 aus

Die Hochschule Luzern – Design und Kunst bietet ab Herbst die neue Vertiefung XS Schmuck an. Studis sollen etwa lernen Prothesen, Apple-Uhren oder Google-Brillen zu gestalten.

von
sam

Wer sich am Auge verletzt, muss einen Augenschutz tragen. Dieser soll aber nicht nur schützen, sondern auch einzigartig und schön sein. Genau das kann man unter anderem im neuen Studiengang XS Schmuck lernen, der ab Herbst an der Hochschule Luzern – Design und Kunst erstmals angeboten wird. So würde sich etwa die Augenklappe des Designers Damian O'Sullivan deutlich von einer herkömmlichen schwarzen Augenbinde abheben.

«Immer mehr Informationen auf immer weniger Platz»

Die Studenten lernen jedoch nicht nur, wie medizinische Geräte oder Prothesen verschönert werden, sondern werden zu regelrechten Schmuck-Allroundern ausgebildet: «Der Lehrgang beinhaltet Schmuckdesign in seiner ganzen Bandbreite zwischen Design und Handwerk, zwischen Material und Ästhetik, Tradition, Mode und Moderne, zwischen Medizin, Prothetik, Luxus und Kunst», sagt Christoph Zellweger, Leiter der neuen Studienrichtung. «Immer mehr Informationen passen auf immer weniger Platz.» So müssten auch Schmuckdesigner darauf reagieren. Die Gestaltung von Apple-Uhren, Google-Brillen und Handy-Hüllen etwa dürften nicht nur den grossen Playern überlassen werden.

Nach dem Studium stünden den Schmuckdesignern viele Möglichkeiten offen: Als selbstständige Designerinnen oder in Anstellung könnten sie für Firmen oder Marken Kollektionen und Konzepte entwickeln. Zellweger: «Sie bewegen sich in den Bereichen Schmuck, Lebensstil, Produktdesign und Kunst und verstehen die Bedürfnisse der Luxusindustrie».

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